Vor dem Kurzurlaub noch einmal Vollgas geben
13.01.2012
Ort: Bamberg Von: Klaus Groh und Peter Seidel ![]()
Basketball-Bundesliga Die Brose Baskets müssen am Samstag bei den abstiegsbedrohten Ludwigsburgern auf der Hut sein. Der BBC Bayreuth genießt gegen Alba Berlin ebenso Heimrecht wie die Würzburger gegen die Skyliners Frankfurt.

Im Hinspiel sorgte Julius Jenkins (mit Ball) mit einem Zwischenspurt dafür, dass die Ludwigsburger Hoffnungen in der zweiten Halbzeit schnell platzten. Kurt Looby (l.) kommt Bambergs Scharfschützen nicht hinterher, Tibor Pleiß beobachtet die Aktion seines Teamkollegen. Foto: sportpress
Nach dem Derbysieg gegen Tübingen (80:74) beim Start ins neue Jahr gingen die Schwaben mit neuem Mut in die schweren Auswärtsspiele in Berlin und Frankfurt, um 2012 endlich die ersten Punkte in der Fremde einzufahren. Am Ende kehrten die Mannen um Kapitän Jerry Green, der vor zwei Wochen in Bamberg noch verletzt fehlte, jedoch erneut mit leeren Händen zurück. Lediglich zwei Siege gelangen den Ludwigsburgern in den letzten 13 Partien.
Das Manko der Schwaben ist bisher, dass es noch nicht gelungen ist, aus den durchaus vorhandenen guten Einzelkönnern eine funktionierende Mannschaft zu formen. Center Kurt Looby und Scharfschütze Alex Harris, die in Bamberg mit jeweils 21 Punkten glänzten, Mark Dorris, der mit 27 Steals auf Platz 2 in dieser Kategorie in der Liga rangiert, die Dreierquote von Donatas Zavackas (46,8 Prozent) und die Führungsqualitäten von Jerry Green - all das sind Lichtblicke, ergeben aber noch kein kompaktes System.
"Es krankt daran, dass wir relativ viele Ballverluste haben. Und wir spielen zu wenige Assists für die Vielzahl von Spielern, die regelmäßig zweistellig punkten können", zog Teammanager Mario Probst in der Ludwigsburger Kreiszeitung jüngst eine Zwischenbilanz.
Fleming: keine leichte Aufgabe
Bambergs Trainer Chris Fleming warnt vor den Schwaben. "Ludwigsburg hat gegen uns nichts zu verlieren und wird dementsprechend locker aufspielen. Ein Sieg wäre für uns vor der Pause sehr wichtig. Aber das wird keine leichte Aufgabe", so der Coach. Vor allem auf Grund der Rückkehr von Jerry Green erwartet Fleming eine "stark verbesserte Ludwigsburger Mannschaft".
Die Brose Baskets müssen also heute noch einmal richtig Vollgas geben, bevor es in den Kurzurlaub vor dem All-Star-Spiel geht. Marcus Slaughter, Karsten Tadda, Tibor Pleiß, P.J. Tucker sowie das Trainer-Trio sind dann heute in einer Woche erneut in Ludwigsburg im Einsatz.
Bayreuth traut sich einen Heimsieg über Alba Berlin zu
Vier Wochen nach der höchsten Saisonniederlage bietet sich dem BBC Bayreuth heute die Chance auf Revanche. Zum Rückrundenauftakt der Basketball-Bundesliga hofft der Tabellenelfte um 20.05 Uhr (Sport1 live) vor laufenden TV-Kameras in der Oberfrankenhalle gegen Alba Berlin auf eine Sensation. "Wir müssen wieder mehr als Team und härter spielen. Wenn wir das leisten, was wir können, dann können wir dieses Spiel gewinnen", meint Marco van den Berg. Der BBC-Trainer ist zuversichtlich, dass sich sein Team gegen die "Albatrosse" vor eigenem Publikum wesentlich besser verkaufen wird als im Hinspiel, das mit 39 Punkten Differenz (53:92) klar verloren ging: "Zu Hause spielen wir mit viel mehr Intensität und attackieren den Korb viel besser als auswärts." Der Tabellenvierte aus der Hauptstadt hat am Ende des vergangenen Jahres in Quakenbrück und Würzburg verloren und will nun in fremder Halle wieder punkten, um den Abstand zur Tabellenspitze nicht noch größer werden zu lassen. Bei beiden Teams stehen hinter den Centern Fragezeichen. Bei Bayreuth konnte Brandon Hunter in dieser Woche wegen einer Muskelverhärtung nicht trainieren, Alba hofft auf einen Kurzeinsatz des seit Weihnachten verletzten Yassin Idbihi.
Würzburger erwarten Skyliners
Die s.Oliver Baskets Würzburg erwarten am Sonntag (17 Uhr) mit den Frankfurt Skyliners eine Mannschaft, die sich nach schlechtem Saisonstart gefangen hat und sich nach fünf Siegen aus den letzten sieben Spielen wieder Richtung Play-off-Ränge orientiert. Dabei haben die Hessen die letzten vier Auswärtspartien für sich entschieden, die Würzburger sind also gewarnt. Doch die Unterfranken haben mit ihrem Gegner noch eine Rechnung offen, denn die Skyliners gewannen das Hinspiel dank eines Dreiers von Justin Gray aus acht Metern glücklich in letzter Sekunde mit 80:78. "Wir haben die knappe Niederlage in Frankfurt nicht vergessen und wollen uns dafür revanchieren", kündigte Baskets-Trainer John Patrick an. Die Frankfurter müssen diesmal auf Gray, der verletzungsbedingt ausfällt, verzichten.
Viel vorgenommen hat sich in der Rückrunde der bislang enttäuschende Aufsteiger Bayern München. Gegen den Tabellensechsten EWE Baskets Oldenburg wollen sich die "Bauermänner" nicht nur für die 81:88-Hinspielniederlage revanchie- ren, sondern auch auf einen Play-off-Platz zurückkehren.
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