Randale nach 1:2 – Schutz für Hertha-Spieler

13.03.2010     inFranken.de

Bundesliga 100 bis 150 Chaoten aus dem Berliner Fanblock haben nach der 1:2-Niederlage von Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg den Innenraum des Olympiastadions gestürmt.


Die aufgeheizte Stimmung unter den Berlin-Fans entlud sich nach dem Spiel. 100 bis 150 Chaoten überwanden die Absperrung, stürmten das Spielfeld und zerstörten die Trainerbänke. Fotos: Soeren Stache/dpa
Ordner und Polizisten hinderten die Randalierer am Vordringen in den Abgang zu den Spieler-Kabinen. Als die Chaoten, die teilweise Latten oder Fahnenstangen bei sich führten, auf das Spielfeld gelangten, feierten die Nürnberger Fußballer noch vor ihrem Fanblock ihren sechsten Saisonsieg. Die Profis flüchteten in die Katakomben des Olympiastadions.

"Wir müssen entschieden dagegen vorgehen. Ich hoffe, dass sich da endlich welche finden, die Arsch in der Hose haben und dem Einhalt gebieten. Ich möchte nicht erleben, was passiert, wenn es den ersten Toten gibt", erklärte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nach den Ausschreitungen und fügte im "Sky"-Interview hinzu: "Wir müssen aufpassen, dass der Fußball nicht verkommt."

Zunächst hatte sich eine rund 80-köpfige Ordner-Gruppe vor den Chaoten zurückgezogen, die Polizei griff erst später ein. "Es ist eine geringe Anzahl von Gewaltbereiten, die diese Bühne nutzen. Dagegen muss man mit aller Härte vorgegangen werden", sagte Hertha- Coach Friedhelm Funkel

Erst nach mehreren Minuten gelang es den Sicherheitskräften, die Lage zu beruhigen. Die Randalierer zogen sich in den Fanblock zurück. Wie Hertha mitteilte, habe es keine Verletzten gegeben. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, werde noch geprüft. "Die Sicherheitskräfte haben sich richtig verhalten, haben zunächst deeskalierend gewirkt", erklärte Hertha-Manager Michael Preetz. dpa




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