Offensiv-Feuerwerk abgebrannt
05.02.2012
Ort: Bamberg Von: Klaus Groh ![]()
Basketball-Bundesliga Die Brose Baskets schicken die Bonner mit einer 66:97-Klatsche nach Hause. In der Abwehr lief nicht alles rund. Am Mittwoch im Pokal-"Heimspiel" in Bayreuth hoffen die Bamberger auf die Unterstützung ihrer Fans gegen die Artland Dragons.

Trainer Chris Fleming bat die Fans nach dem klaren Sieg über Bonn, die Mannschaft am Mittwoch in Bayreuth zahlreich und lautstark zu unterstützen. Fotos: sportpress
"Jared Jordan organisiert unser Spiel, hat immer acht bis zehn Assists, da ist es natürlich schwer für uns, bei den heimstarken Bambergern gut auszusehen. Bamberg hat extrem gut getroffen und ist auf dem besten Weg, seine Titel zu verteidigen", war Chris Ensminger, der sieben Jahre das Bamberger Trikot getragen hatte, nicht erfreut darüber, dass seine Mannschaft eine 30-Punkte-Packung an seiner alten Wirkungsstätte, wo er mit viel Beifall empfangen worden war, kassiert hatte.
Bambergs Coach Chris Fleming war vor allem mit der Ballbewegung seiner Mannschaft sehr zufrieden (21 Assists), nicht aber mit der Verteidigung. "Buljan und Veikalas haben uns weh getan. Trotzdem war der klare Sieg im Hinblick auf die beiden ausstehenden Spiele in dieser Woche sehr wichtig. Ich hoffe, dass möglichst viele Fans am Mittwoch mit nach Bayreuth fahren und uns unterstützen", blickte Fleming gleich nach Spielende auf das "Heimspiel" gegen die Dragons voraus.
P.J. Tucker ragt erneut heraus
Nach einem etwas holprigen Start brachte der erneut überragende P.J. Tucker die Hausherren gestern nach fünf Minuten (9:8) erstmals in Front. Der in den letzten Wochen stark formverbesserte Tibor Pleiß sorgte wenig später dafür, dass die Brose Baskets erstmals zweistellig (23:12) in Front lagen. Und Julius Jenkins, der ebenfalls aufdrehte, setzte mit einem Dreier aus etwa zehn Metern zum Abschluss des ersten Viertels (33:17) ein Glanzlicht.
"Wir haben extrem gut geworfen, den Ball gut gepasst. Im Angriff lief es einfach großartig", stellte P.J. Tucker fest, der mit 20 Punkten (Trefferquote 80 Prozent) und 9 Rebounds herausragte, aber gleichzeitig anmerkte: "In der Verteidigung gibt es sicher noch Verbesserungspotenzial." Im zweiten Viertel bekamen die Bamberger beispielsweise Zvonko Buljan, der zwölf Punkte in Folge erzielte, nicht in den Griff. Doch beim 42:34-Zwischenstand drückten die Bamberger dann wieder aufs Tempo und sorgten bis zur Pause (56:36) bereits für die Vorentscheidung.
In der zweiten Halbzeit wechselte Coach Fleming munter durch, wobei alle Akteure in der Offensive (Trefferquote 65 Prozent/10 Dreier) ihr Potenzial unterstrichen und den Vorsprung bis auf 36 Punkte (95:59) ausbauten - nur der Hunderter wollte nicht fallen.
Die Stastik
Brose Baskets Bamberg — Telekom Bask. Bonn 97:66
(33:17, 23:19, 24:19, 17:11)
Bamberg Tucker (20 Punkte/2 Dreier), Pleiß (17/1), Jenkins (13/2), Roberts (10/2), Gavel (9), Slaughter (9), Suput (9/1), Jacobsen (8/2), Tadda (2)
Bonn Veikalas (16/2), Buljan (14/2), Serapinas (12/2), Battle (12), Ensminger (8), Gaffney (3), Thülig (1), Mangold, Hain, Wohlfarth-Bottermann
SR Lottermoser (Bernau), Schmidt Hamburg), Brand (Stuttgart)
Zuschauer 6800 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bamberg 65 Prozent (39 Treffer/60 Versuche), Bonn 42 (25/60)
Dreierquote Bamberg 59 Prozent (10/17), Bonn 29 (6/21)
Freiwurfquote Bamberg 75 Prozent (9/12), Bonn 71 (10/14)
Rebounds Bbg. 32 (22 defensiv/ 10 offensiv), Bonn 27 (12/15)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/14, Bonn 2/17
Assists Bamberg 21/ Bonn 9
Fouls Bamberg 19/Bonn 18
Bayreuther werden von ihren Fans ausgepfiffen
Unter die Räder kam der BBC Bayreuth vor heimischem Publikum und kassierte gegen Tübingen eine 57:79-Packung. "Die Pfiffe der Zuschauer waren heute berechtigt, das war das schlechteste Spiel unter meiner Regie. Es war ein individual schlechtes Spiel, wir hatten keinen Zug zum Korb und machten in der Verteidigung zu wenig", kommentierte BBC-Trainer Marco van den Berg die schlechte Vorstellung seiner Jungs. "Wir haben zu viele Spieler, die heute individuell zu schwach waren, dann ist der Gegner automatisch besser. Ich warte nun nicht auf einen Spieler, der uns retten kann, sondern darauf, dass unsere Spieler ihre Normalform wieder finden", kommentierte van den Berg, der auf etliche verletzte Spieler verzichten musste. Ibekwe (17), Hunter (16) und Wyrick (10) waren noch die Besten der Bayreuther. Gestern verpflichtete der BBC den Esten Rain Veideman.
Würzburg bezwingt Hagen klar
Einen weiteren Heimsieg feierten die s.Oliver Baskets Würzburg mit dem 88:76 gegen Phoenix Hagen. 30 Minuten bestimmten die Hausherren klar das Geschehen, ehe sie im Schlussviertel die Gäste noch einmal ins Spiel kommen ließen. Wir haben es in den ersten 30 Minuten geschafft, den Druck konstant hoch zu halten. Hagen hat aber nicht aufgegeben und ist am Ende noch einmal zurückgekommen. Das sollte eine Lektion für unsere jungen Spieler sein. Auch wenn man mit 30 Punkten führt, darf man nicht nachlassen", bilanzierte Würzburgs Trainer John Patrick. Elliot (18), Harris (16) Frazier (15) und Jacobson (12) waren die besten Werfer der Unterfranken.
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