Kohlschreiber erkrankt, aber Haas ist topfit
07.02.2012
Ort: Bamberg Von: Peter Seidel ![]()
Davis Cup Das deutsche Team hat in der Bamberger Stechert-Arena das Training für die Erstrunden-Partie gegen Argentinien aufgenommen. Kohlschreibers Einsatz am Wochenende ist anscheinend nicht gefährdet.

Tommy Haas trainiert, beobachtet von Teamchef Patrick Kühnen (hinten) in der Stechert-Arena. Foto: sportpress
Teamchef Patrik Kühnen sieht aber derzeit den Einsatz des Weltranglisten-31. am Wochenende nicht in Gefahr. "Er ist in ärztlicher Behandlung und soll heute Abend zum Team stoßen. Ich gehe davon aus, dass Kohli am Freitag einsatzfähig ist", sagte Kühnen am Dienstag.
Sollte Kohlschreiber doch nicht spielen können, steht Haas als zweiter Einzelspieler neben dem Bayreuther Mayer Gewehr bei Fuß. Der Wahl-Amerikaner will bei seiner Rückkehr nach fast fünfjähriger Davis-Cup-Abstinenz zwar keine Ansprüche anstellen, ist aber voller Selbstvertrauen vom sonnigen Kalifornien ins eiskalte Bamberg angereist: "Ich fühle mich so fit wie lange nicht mehr und bin hier, um mein Bestes zu geben. Patrik Kühnen hat mit mir eine Wild Card. Ich nehme es, wie es kommt", meinte der ehemalige Weltranglisten-Zweite, der in den letzen Jahren mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen hatte und im ATP-Ranking mittlerweile auf Rang 166 abgerutscht ist.
Am Donnerstag müssen Kühnen und sein argentinischer Amtskollege Martin Jaite die Einzelspieler sowie das Doppel benennen. Die ersten zwei Einzel werden am Freitag (ab 14 Uhr) ausgetragen. Am Samstag (14 Uhr) folgt das Doppel, am Sonntag (ab 13 Uhr) finden zwei weitere Einzel statt. Fernsehbilder aus der Stechert-Arena wird es im übrigen keine geben. Das Davis-Cup-Match wird aber an allen drei Tagen im Internet unter www.bild.de als Livestream zu sehen sein.
Ihrem Heimspiel in Oberfranken fiebern die beiden Bayreuther Mayer und Petzschner entgegen. "Ich freue mich schon riesig und bin gespannt, ob die Stimmung ähnlich wie beim Basketball sein wird. Diese Stadt heißt nicht umsonst Freak City", meinte Petzschner. Mayer ist sich bereits sicher: "Das wird eines der besten Davis-Cup-Heimspiele."
Die deutschen Spieler erwarten wie ihr Teamchef gegen den Vorjahres-Finalisten Argentinien, der auf seinen Top-Spieler Manuel Del Potro verzichten muss, ein Match auf Augenhöhe. "Argentinien ist Favorit, aber wir haben den Heimvorteil. Das könnte am Ende entscheidend sein", meint Kühnen. Beim Basketball ist die Stechert-Arena eine uneinnehmbare Festung, beim Tennis soll es am Wochenende ebenso sein.
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