Ein Sieg Richtung Playoffs
18.02.2012
Ort: Würzburg Von: Tobias Köpplinger ![]()
Basketball-Bundesliga Die Würzburg Baskets schlagen die New Yorker Phantoms Braunschweig mit 72:54, weil Center Robert Tomaszek sein bestes Saisonspiel absolviert.
Mit Robert Tomaszek. Der ist mit seinen 2,04 Metern keiner, der explodiert, sobald er den Ball kriegt. Aber das muss er nicht. Tomaszek ist da - und das reicht. Unter dem eigenen Korb für die Rebounds. Unter dem gegnerischen Korb für Rebounds und Punkte. Die einfachen: Schauen, schieben, schießen, gegen Braunschweig funktionierte das. "Robert Tomaszek hat heute vielleicht sein bestes Spiel gemacht", sagte auch Würzburgs Trainer John Patrick. Acht Rebounds, zehn Punkte wies die Statistik für den Center der Baskets aus. Die unzähligen Sperren, die der 30-Jährige für die Laufwege seiner Mitspieler errichtete, gar nicht mitgezählt.
Denn die kleinen, die explosiven Spieler brauchen diesen Tomaszek. Zum Beispiel Chris Kramer. Er schaut, bevor er Richtung Korb zieht, wartet, bis Tomaszek vor ihm steht. Breitbeinig, Arme verschränkt, Kreuz durchgedrückt. Kramer windet sich um den Center herum, Gegner bleiben an Robert Tomaszek hängen. Das funktioniert.
Aber natürlich war das nicht alles. Wieder stand die Würzburger Defensive, störte früh und kostete die Braunschweiger Nerven. "Wir haben es zu keinem Zeitpunkt verstanden, auf die aggressive Spielweise der Würzburger so einzugehen, wie wir es uns vorgenommen hatten", sagt Phantoms-Trainer Sebastian Machowski nach dem Spiel. Gleich zu Beginn lagen die Braunschweiger mit 12:2 hinten, schlossen aber wieder auf. Vier Punkte betrug der Würzburger Vorsprung nach drei Vierteln, für Machowski und sein Team war noch alles drin. "Aber dann haben wir unsere offenen Würfe nicht mehr getroffen."
Stattdessen trafen die Würzburger. Chester Frazier per Dreier, Robert Tomaszek per Korbleger und Chris Kramer. Immer wieder Kramer. Der sagte jetzt die Spielzüge an, zog unter den Korb und war höchstens noch durch Fouls zu bremsen. 29 Punkte erzielten die Würzburger in den letzten zehn Minuten. John Patrick war zufrieden: "Es war ähnlich wie im Hinspiel in Braunschweig, nur haben wir diesmal die Big Shots getroffen." Durch Chris Kramer und Robert Tomaszek. Mal spektakulär, mal unspektakulär. Effektiv. "Wir sind sehr froh, auch den direkten Vergleich gegen einen Konkurrenten um die Playoff-Plätze gewonnen zu haben, denn wir haben ein klares Ziel", sagte John Patrick nach dem Spiel. Wieder so ein Gefühl.
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