Brose Baskets fegen die Oldenburger aus der Halle

04.01.2012   Ort: Bamberg  Von: Klaus Groh  Fränkischer Tag

Basketball-Bundesliga Die Bamberger zeigen beim 84:57-Sieg eine starke Leistung und setzen ihre imposante Heimserie fort. Am Samstag kommen die Münchner Bayern in die Stechert-Arena.


Karsten Tadda (r.) wird von Kenny Hasbrouck attackiert und kommt ins Straucheln, gibt den Ball aber nicht her. Fotos: sportpress
Im ersten Heimspiel 2012 feierten die Brose Baskets mit dem deutlichen 84:57 (37:27)-Sieg über die EWE Baskets Oldenburg ein kleines Jubiläum: Der zweimalige Double-Gewinner sicherte sich am Mittwochabend den 40. Erfolg in Serie in der Frankenhölle und ist nun schon 577 Tage gegen die nationale Konkurrenz vor eigenem Publikum ungeschlagen. Die Brose Baskets, die zuletzt etwas müde wirkten, gewannen nach dem Zittersieg im Derby in Bayreuth allen Unkenrufen zum Trotz auch gegen den hoch gehandelten Meister von 2009 und untermauerten mit dieser starken Vorstellung vor dem Schlager am Samstag (20 Uhr/Sport1 live) gegen Bayern München die Spitzenposition in der Bundesliga. "Unsere Mannschaft hat einen riesigen Charakter. Zwei Tage nach der Partie in Bayreuth sind wir sehr engagiert zu Werke gegangen. Oldenburg hat viel Talent, konnte das aber gegen unsere aggressive Verteidigung nicht abrufen", freute sich Manager Wolfgang Heyder über den zweiten Sieg des Jahres.
Die Brose Baskets machten von der ersten Sekunde an deutlich, dass sie auch dieses erste Heimspiel des Jahres unbedingt gewinnen wollten. Für den am Knöchel verletzten Peja Suput, der komplett geschont wurde, stand wieder Casey Jacobsen in der Startformation. Die Hausherren packten in der Verteidigung gegen die starke erste Fünf der Oldenburger beherzt zu und erlaubten den Gästen kaum freie Würfe. Allerdings gingen auch die Gastgeber in den ersten Minuten fahrlässig mit ihren Offensivchancen um, so dass erst nach 180 Sekunden die ersten Punkte der Partie fielen. Auf Bamberger Seite zeigte sich vor allem P.J. Tucker sehr aktiv und war von den EWE Baskets nur mit Fouls zu stoppen. Seine Treffsicherheit von der Freiwurflinie und ein Dreier von Jacobsen bescherten Bamberg eine 9:2-Führung. Während die Bamberger viel durchwechselten, spielten die Oldenburger fast durch. Vor allem Karsten Tadda, der zuletzt wenig zum Zuge kam, hatte jetzt eine starke Phase sowohl in der Abwehr als auch im Angriff.

Pleiß und Jenkins rehabilitieren sich


Bei den Gästen wussten sich in der ersten Halbzeit nur Kenny Hasbrouck (9) und Bobby Brown (7) in Szene zu setzen. Neben Tucker (11) drehten auf Seiten der Gastgeber Tibor Pleiß (9) und Julius Jenkins (7) auf und rehabilitierten sich für die schwache Vorstellung in Bayreuth. Vor allem präsentierten sich die Bamberger aber auch im Rebound deutlich verbessert und entschieden das Duell unter den Körben in den ersten 20 Minuten klar für sich (27:15).
Einige Fehlwürfe der Brose Baskets nutzte Oldenburg und verkürzte schnell auf 35:39. Nach drei Ballgewinnen in Folge vollstreckten dann aber Marcus Slaughter und Jacobsen am anderen Ende des Feldes sicher und schraubten den Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich (46:35). Trotz einiger merkwürdiger Foulentscheidungen gegen den stark verbesserten Pleiß und ausbleibender Pfiffe auf der anderen Seite setzte sich der Meister bis auf 62:43 (30.) ab. Tadda und Slaughter boten in der Verteidigung eine beeindruckende Vorstellung und entnervten die Oldenburger.
Dank der Treffsicherheit von Tucker und Jenkins gingen die Brose Baskets mit einer beruhigenden 65:43-Führung in den Schlussabschnitt. Pleiß, der mit Sprechchören gefeiert wurde, machte dann mit gelungenen Offensivaktionen schnell alles klar (74:47). Am Ende schonte Chris Fleming seine Stars, und Philipp Neumann und Daniel Schmidt bedankten sich mit einer engagierten Vorstellung für die Spielzeit. Die Oldenburger hatten längst die Gegenwehr eingestellt.

Die Statistik


Brose Baskets Bamberg — EWE Baskets Oldenburg 84:57
(20:14, 17:13, 28:16, 19:14)

Bamberg Pleiß (17 Punkte), Tucker (16/2 Dreier), Jenkins (16/2), Slaughter (9), Jacobsen (8/2), Roberts (7), Tadda (7/1), Neumann (4), Gavel, Schmidt
Oldenburg Brown (19/3), Hasbrouck (9/1), Majstorovic (9/1), Chubb (8), Burrell (8/1), Paulding (2), Bahiense de Mello (2), Sehovic, Razis, Smit, Freese
SR Reiter (Sandhausen), Michael (Berlin), Straube (Coppenbrügge)
Zuschauer 6800 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bamberg 43 Prozent (29 Treffer/68 Versuche), Oldenburg 39 (23/59)
Dreierquote Bamberg 33 Prozent (7/21), Oldenburg 24 (6/25)
Freiwurfquote Bamberg 76 Prozent (19/25), Oldenburg 83 (5/6)
Rebounds Bamberg 48 (29 defensiv/ 19 offensiv), Oldenburg 25 (19/6)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/14, Oldenburg 3/17
Assists Bamberg 20 / Oldenburg 8
Fouls Bamberg 12 / Oldenburg 22



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