Ungarischer Sieg bei der EM in Hummelhof

07.09.2009   Ort: Importartikel  Von: Andreas Schuller  inFranken.de

Bogenschießen Eindrucksvoll war die Parade der berittenen Bogenschützen auf dem Hummelhof-Areal nahe Trossenfurt (Landkreis Haßberge). Teilnehmer aus 15 Nationen traten bei der "offenen Europameisterschaft im berittenen Bogenschießen" gegeneinander an.


Im vollen Galopp schießen die Bogenschützen ihren Pfeile Richtung Ziel ab.
Reiter und Pferd verschmolzen während des Europameisterschafts-Wettkampfes zu einer Einheit aus Kraft und Konzentration. Gesamtsieger wurde Christoph Nemethy aus Ungarn auf Radscha. Der zweite und der dritte Platz gingen an Deutschland, an Christian Prestin auf Fritz und Horst Bachmann auf Chayenne.Viele Teilnehmer trugen originalgetreue Kostüme und Rüstungen. Man muss schon sehr sattelfest sein, um im vollen Galopp die brettharten Bogen zu spannen und aus der Drehung heraus zu schießen. Unzählige Pfeile schnellten von den Sehnen. Die Wucht beim Auftreffen ins Ziel lässt ahnen, wie gefährlich diese Waffen im Ernstfall sind. „Denn man darf nicht vergessen, berittene Bogenschützen waren todbringende Krieger, deren Pfeilspitzen selbst die dicksten Panzer durchschlugen“, erklärte Initiator Christian Schrade.
Das Ziel ist nur so groß wie eine FaustSo martialisch ging es natürlich nicht zu bei diesen Meisterschaften, aber die Ansprüche waren schon hoch. Begonnen wurde mit der koreanischen Disziplin. Aus dem Köcher heraus musste der Pfeil gezogen werden und bei vollem Galopp sein Ziel finden. Der aufgemalte Tigerkopf in der Mitte der Zielscheibe ist nur so groß wie eine Faust und musste auf einer 90-Meter-Bahn bei einem Abstand von fünf Metern durchbohrt werden. Die Zeit ist auf zwölf Sekunden limitiert.
Reiter, Fans und Journalisten aus Korea, Japan und der Mongolei waren zahlreich vertreten, als Steppenreiter können sie auf eine lange Geschichte im Reiterkampf zurückblicken. Michael Wolkenschläger ritt für Tibet. Christoph Nemethy, der Ungar auf Radscha, ist unschlagbar. Fast jeder Schuss ein Treffer.

Die Zuschauer gehen begeistert mit

Am zweiten Tag des Wettkampfs galt es für die Teilnehmer, nach ungarischen Regeln zu glänzen. Sechs Wertungsgalopps mussten durchlaufen werden, bei einem Zeitlimit von 16 Sekunden. Die Menge geht mit, applaudiert, singt, feuert an. Besonders, als der Neuling Klaus Keil antritt und von Runde zu Runde besser wird. Diesmal hält das Wetter. Mogu-Spiel und Reiterartistik können diesmal vorgeführt werden.



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