Bambergs Verteidigung ist voll gefordert

03.02.2012   Ort: Bamberg  Von: Klaus Groh und Peter Seidel  Fränkischer Tag

Basketball-Bundesliga Vor allem müssen die Brose Baskets im Heimspiel am Sonntag die gefährlichen Schnellangriffe der Telekom Baskets Bonn stoppen.


Chris Ensminger (l.) im Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Casey Jacobsen. Foto: sportpress
Über vier Wochen mussten die Basketball-Fans in Bamberg auf einen Auftritt des zweimaligen Double-Gewinners in der Frankenhölle verzichten. Am Sonntag (Spielbeginn bereits um 16 Uhr) ist es nun wieder soweit - die Brose Baskets empfangen den Tabellenelften aus Bonn und wollen natürlich ihre beeindruckende Siegesserie von zuletzt zehn Erfolgen weiter ausbauen.
Es wäre aber sicher fatal, die Telekom Baskets, die am Mittwoch in der Euro-Challenge einen 71:63-Heimsieg gegen Okapi Aalstar feierten und damit die Chance auf das Erreichen des Viertelfinales wahrten, an ihrem Tabellenplatz zu messen, denn die Mannschaft von Trainer Mike Koch kann jeden Gegner in der Liga schlagen. Kurz vor dem Jahreswechsel setzten sich die Riesen vom Rhein beispielsweise in Berlin mit 86:78 durch und kassierten gegen den gleichen Kontrahenten am letzten Wochenende eine unglückliche 91:92-Heimniederlage. Dabei wurde allerdings auch ein Manko der Bonner deutlich: Sie verfügen zwar über einen gefährlichen Angriff, tun sich aber in der Verteidigung schwer. 79,7 Punkten in der Offensive stehen 79,4 Punkten in der Abwehr entgegen.
Aber auch Bambergs Coach Chris Fleming war zuletzt beim 88:79-Erfolg in Braunschweig nur mit der Offensivleistung seiner Jungs zufrieden. "Was Bonn extrem gefährlich macht, ist, dass sie eine sehr hohe Geschwindigkeit spielen und dass insbesondere Jordan das Tempo extrem hochhalten kann", warnt Co-Trainer Arne Woltmann vor dem Bonner Hochgeschwindigkeits-Basketball, den es zu verhindern gelte.

Ensminger erlebt dritten Frühling


"Bonn ist in der Lage in fast jedem Spiel 90 Punkte aufzulegen", warnt Woltmann. Neben Jared Jordan, der mit 7,9 Assists pro Spiel der beste Vorlagengeber der Liga ist, gilt es aber auch die Kreise des Ex-Bambergers Chris Ensminger einzuengen. Der 38-Jährige erlebt mittlerweile seinen dritten Frühling und ist dank seiner 15,7 Punkte und 8 Rebounds im Schnitt der zweiteffektivste Spieler der BBL hinter Ulms Center John Bryant. In blendender Form präsentiert sich derzeit aber auch der athletische Tony Gaffney, der ebenso wie der Litauer Benas Veikales um die 13 Punkte pro Partie erzielt. Neuzugang Talor Battle verbucht 12,6 Zähler im Schnitt.
"Bonn ist eine Mannschaft, die durchaus die Qualität hat, in den Play-offs zu sein. Es wäre überhaupt keine Überraschung für mich, wenn sie da auftauchen würden. Ich glaube nicht, dass Bonn in die untere Tabellenhälfte gehört. Gerade zum Anfang so einer großen Woche ist es für uns wichtig in einem Heimspiel richtig zu starten", blickt Cheftrainer Chris Fleming auf die kommenden Herausforderungen voraus. Mit einem Sieg über Bonn wollen sich die Brose Baskets weiteres Selbstvertrauen für das Pokalviertelfinale am Mittwoch in Bayreuth gegen die Artland Dragons holen, bevor am nächsten Samstag in Ulm das Schlagerspiel des Zweiten gegen den Spitzenreiter aus Bamberg auf dem Programm steht.

Würzburg peilt Heimsieg gegen Hagen an


Am Samstag um 19 Uhr starten die s.Oliver Baskets Würzburg gegen Phoenix Hagen in ihre Heimspielwochen. Vier ihrer fünf Partien im Februar tragen die Unterfranken vor eigenen Fans aus. "Wir wollen in diesem Monat so viele Spiele gewinnen wie möglich, weil unser Spielplan danach sehr schwierig wird", kündigte Trainer John Patrick an. Das Hinspiel verlor der Aufsteiger knapp mit 70:73. Auch heute müssen sich die Würzburger auf harte Gegenwehr gefasst machen, denn als Tabellen-15. stecken die Westfalen im Abstiegskampf.

Bayreuther Center wieder fit


Der BBC Bayreuth will seinem Verletzungspech trotzen und setzt heute Abend (19.30 Uhr) gegen die Walter Tigers Tübingen auf seine Heimstärke. Nach dem Saison-Aus für Corey Stockes und Stefan Schmidt und der geplatzten Nachverpflichtung von Dave Noel sind die Oberfranken heilfroh, dass Center Brandon Hunter heute wieder mitwirken kann. "Wir sind als Team eine Einheit, und unsere acht wichtigsten Spieler werden eine gute Partie zeigen", meinte Trainer Marco van den Berg vor dem Duell mit dem Tabellen-13., der zuletzt mit seinem Sieg über Bayern München für Furore sorgte.

FC Bayern erwartet den Letzten


Die Münchner wollen sich morgen vor eigenen Fans gegen das Liga-Schlusslicht BG Göttingen für die jüngsten Pleite rehabilitieren. Trainer Dirk Bauermann warnte aber: "Wir dürfen Göttingen nicht unterschätzen." Der peinliche Auftritt in Tübingen hat den ambitionierten Bayern schonungslos aufgezeigt, was passiert, wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nimmt.


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