Bamberg gewinnt das Derby knapp
02.01.2012
Ort: Bayreuth Von: Klaus Groh ![]()
Basketball-Bundesliga Die Brose Baskets setzen sich beim oberfränkischen Rivalen BBC Bayreuth hauchdünn mit 68:66 durch. Brian Roberts erzielt den letzten Korb zum Sieg.

Wyrick nicht gesperrt
In Bayreuths Startformation stand auch auch der ehemalige Bamberger Beckham Wyrick, der nach seiner Disqualifikation zuletzt in München mit einer Geldstrafe von 2000 Euro davon gekommen war. Zum zweiten Mal in der Geschichte des BBC war die Oberfrankenhalle mit 4000 Zuschauern ausverkauft. Gut 300 Freaks hatten ihr Team in die Wagnerstadt begleitet.
Was für ein Derby, die Emotionen kochten hoch. Erst legten die Brose Baskets einen Start nach Maß hin. Vor allem Marcus Slaughter setzte Akzente, die Verteidigung stand, und Bamberg führte nach vier Minuten bereits mit 12:2. Doch dann liefen die Bayreuther heiß: Erst traf Wyrick zwei Dreier, dann feuerte zweimal Osvaldo Jeanty aus der Distanz ab, und der Gastgeber lag erstmals mit 15:14 (8.) vorn. Die Fans tobten, und auch in der Folgezeit waren es die Hausherren, die mit mehr Energie zur Sache gingen und nach einem wilden Dreier von Simon Schmitz ihre Führung bis auf 30:20 ausbauten. Sowohl bei den Dreiern (6 von 9 - 1:6) als auch bei den Rebounds (19:5) dominierte der BBC klar das Geschehen. Dann allerdings sorgte Kapitän Casey Jacobsen mit einem Dreier für den Weckruf. Jetzt hielten die Gäste dagegen und holten Punkt um Punkt auf. Vor allem P.J. Tucker drehte jetzt auf, und Tibor Pleiß sorgte dafür, dass der Vorsprung des BBC zur Pause nur noch einen Punkt betrug.
Fünf Suput-Punkte in Folge
Gleich nach dem Seitenwechsel gingen die Brose Baskets durch Peja Suput wieder in Front. Weil die Dreier der Gäste einfach nicht fielen und Bayreuth weiter den Rebound beherrschte, ging der BBC wieder in Führung (45:43). Nach fünf Suput-Punkten ging's schließlich mit einem 48:48 ins Schlussviertel. Es knisterte vor Spannung. Roberts schoss die Bamberger mit 62:56 in Front, im Gegenzug versenkte Gibson den Dreier. Der BBC wehrte sich bis zur Schlusssekunde, doch die Bamberger, die jetzt auch in der Verteidigung und im Rebound um jeden Ball kämpften, ließen sich auch von Wyricks Ausgleich nicht schocken. Brian Roberts traf 3,5 Sekunden zum Sieg für die Brose Baskets.
Die Statistik
BBC Bayreuth - Brose Baskets 66:68
(20:16,17:20, 11:12, 18:20)
Bayreuth Jeanty (12 Punkte/4 Dreier), Wyrick (10/2), Hunter (10), Stokes (8/1), Gibson (7/1), Schmidt (7), Schmitz (6/2), Smith (4), Ibekwe (2), Shtein
Bamberg Suput (16/2), Tucker (15), Roberts (11/2), Jacobsen (9/1), Gavel (8), Slaughter (5), Pleiß (4), Tadda, Jenkins
SR Lauprecht (Hofheim), Unger (Sinsheim), Neubecker (Dreieich)
Zuschauer 4000 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bayreuth 41 Prozent (25 Treffer/60 Versuche), Bamberg 40 (23/57)
Dreierquote Bayreuth 40 Prozent (10/25), Bamberg 24 (5/21)
Freiwurfquote Bayreuth 60 Prozent (6/10), Bamberg 81 (17/21)
Rebounds Bayreuth 41 (32 defensiv/9 offensiv), Bamberg 26 (23/3)
Ballgewinne/-verluste Bayreuth 0/18, Bamberg 1/9
Assists Bayreuth 12 / Bbg. 6
Fouls Bayreuth 21 / Bamberg 15
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Kommentare
Dusselstart ins Neue Jahr..
meine Güte, wo sind bloß die Dreier geblieben, so eine grottenschlechte Wurfquote kennt man erst in dieser Saison, das war im letzten Jahr anders, und auch da war man in der Euroleague involviert, also das kann man nicht als ausgepowert-Grund gelten lassen. Auch das Reboundverhalten ist - wie gestern gesehen, zum abgewöhnen, man muß auch nur mal die Zahlen ansehen.. Dieses Spiel gestern wurde mit Glück, aber nicht mit Können oder gar als Arbeitssieg gewonnen.
Und, was eigentlich bringen Slaughter und Jenkins für die Mannschaft?? Im Prinzip kann man sie nur einwechseln um anderen eine Erholungspause zu verschaffen.. Beide bringen zu wenig, Slaughter ist zu unkonstant, hat mal ein paar gute Phasen um gleich wieder abzutauchen, Jenkins - oh meine Güte, wenn man an seine Berliner Zeiten und Leistungen denkt, dann meint man, hier würde ein ganz anderer spielen.
Mal ganz ehrlich, wenn irgendein "normaler" Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum so eine Arbeit abliefern würde, würde der Chef ganz andere Saiten aufziehen und es würde ganz bestimmte Konsequenzen nach sich ziehen..
Für eine Mannschaft, die souverän und an der Spitze spielen und auch bleiben will, sind solche Arbeitnehmer nicht wirklich hilfreich, die letzten Spiele waren fast alles Zitterspiele und man kann froh sein, in entscheidenden Momenten einen Roberts, Suput, Gavel und Tucker zu haben, aber auf Dauer können sie das nicht alleine stemmen - die Saison ist noch lang, und dann kommen da ja noch Pokal und Play offs - da muß von den anderen ein wenig mehr kommen sonst wird das nix mit Pokal- und/oder Meisterschafts-Verteidigung!!
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