Bamberg dominiert das Derby

07.09.2010   Von: Peter Seidel  inFranken.de

Basketball Die Brose Baskets gewinnen das Benefizspiel gegen den BBC Bayreuth klar mit 80:54. 900 Zuschauer verfolgen in Breitengüßbach das Duell der oberfränkischen Rivalen.


Der Bamberger Neuzugang Kyle Hines erzielt vor vollen Zuschauerrängen in der Breitengüßbacher Hans-Jung-Halle per Dunking zwei Punkte. Foto: sportpress
Auf der Tribüne gaben die Trommler des Bamberger Fanclubs den Rhythmus vor, auf dem Spielfeld die Brose Baskets den Ton an. Dennoch trugen auch die knapp 100 Fans des BBC Bayreuth zum Derbyfieber bei: Mit rund 900 Zuschauern war die Hans-Jung-Halle in Breitengüßbach beim Vergleich der beiden oberfränkischen Rivalen am Dienstagabend proppenvoll. Der Andrang war so groß, dass die Halle schon eine Viertelstunde vor dem Sprungwurf geschlossen wurde und etliche Fans draußen bleiben mussten.

Das Benefizspiel der Mediengruppe Oberfranken zugunsten der Aktion "Franken helfen Franken" zwischen dem deutschen Meister aus Bamberg und dem Bundesliga-Rückkehrer aus Bayreuth stand ganz im Zeichen des Doublegewinners, der einen deutlichen 80:54 (44:26)-Sieg landete und damit auch sein zweites Testspiel gewann. Wie schon beim Erfolg gegen die Tigers Tübingen waren auch diesmal die beiden Neuzugänge die auffälligsten Spieler. Reyshawn Terry und Kyle Hines hatten bereits zur Pause jeweils 12 Zähler auf ihrem Konto, wobei beide Akteure zeigten, dass sie durch ihre athletische Spielweise eine Bereicherung für das Team sind. Am Ende der Partie war Terry Topscorer mit 23 Punkten vor Center Hines (16/9 Rebounds) und Predrag Suput (8/6 Assists). Beste Werfer beim BBC waren Marcus Ginyard (9), Danny Gibson (8) und Osvaldo Jeanty (8).

Bei den Bambergern fehlte noch Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiß, die Bayreuther mussten auf ihren Neuzugang Jared Reiner verzichten. Der ehemalige Center der Brose Baskets fehlte wegen einer Prellung unter der Kniescheibe. Der zweite frühere Bamberger im Team des BBC Bayreuth, Koko Archibong (2 Punkte), konnte beim Gast keine Akzente setzen.

Schon zur Pause lagen die Brose Baskets klar in Führung. Das Team von Trainer Chris Fleming ist individuell besser besetzt und zeigte auch das mannschaftlich geordnetere Spiel (20 Assists) - Bayreuth machte sich dagegen mit 17 Ballverlusten selbst das Leben schwer. Dennoch dürfte der Aufsteiger in der höchsten deutschen Spielklasse künftig nicht als Abstiegskandidat Nummer 1 antreten - auch wenn der deutsche Meister am Dienstagabend eine Nummer zu groß für den Bundesliga-Rückkehrer war.



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