FC Gehülz knüpft an alte Erfolge an

09.02.2012   Ort: Kreis Kronach     Fränkischer Tag

Fußball-Geschichte Mit den Plätzen 21 bis 30 der inoffiziellen Rangliste über die erfolgreichsten Vereine seit 1948 befasst sich die 97. Folge der Fußball-Serie über den Landkreis Kronach. Zu den diesmal vorgestellten Vereinen gehört unter anderem der FC Gehülz.


Nach langer Durststrecke feierte der FC Gehülz in der Saison 1988/89 den Meistertitel in der C-Klasse 1 und stieg in die B-Klasse auf. Das Bild zeigt (stehend von links) Vorsitzenden Josef Fischer, Schriftführer Ottmar Elsesser, Ehrenspielleiter Anton Popp, Ehrenvorsitzenden Hans Fischer, Thomas Löffler, Roland Büttner, Michael Herzog, Stefan Kotschenreuther, Klaus Welscher, Helmut Schwarz, Spielleiter Michael Fischer, Jugendkoordinator Johannes Graf, Spielleiter Eginolf Engelhardt und Hauptkassier Werner Münzel; (kniend von links) Stefan Seelow, Spielertrainer Willibald Bittruf, Dieter Preiß, Oliver Roth, Robert Brigl, Josef Lorenz, Edgar Karl, Jürgen Möhrle und Frank Biesenecker. Foto: privat
Die Vereine auf den Plätzen 21 bis 30 haben eines gemeinsam: Sie haben viele Jahre in der jetzigen Kreisliga gespielt, sechs von ihnen sogar noch höher. Einer davon ist der SV Gifting, der mit 1222 Punkten Platz 30 dieser Rangliste belegt. Ein Verein nimmt dagegen zur Zeit überhaupt nicht mehr am Spielbetrieb teil. Es handelt sich um den ATSV Reichenbach (Platz 27), der seine Mannschaft in der Saison 2009/10 vom Spielbetrieb zurückziehen musste. Der Traditionsverein dürfte aber bestrebt sein, über kurz oder lang wieder zurückzukehren.

Nur noch in der untersten Liga


Nur wenige Punkte sind derzeit auch vom SV Höfles und vom ATSV Thonberg nicht zu erwarten. Die Höfleser, die bis 1955 unter dem Namen SV Vogtendorf aktiv waren, spielten von 1998 bis 2000 sogar in der Bezirksliga, doch dieses Niveau konnte nach dem Weggang der meisten auswärtigen Fußballer nicht gehalten werden. In den letzten Jahren mussten sie sich mit einem hinteren Platz in der A-Klasse begnügen.
Ebenfalls seit 1955 spielt der ATSV Thonberg um Punkte. Immer wieder gehörte die Mannschaft der damaligen A-Klasse und jetzigen Kreisliga an, doch 2008 stieg sie nach über 50 Jahren wieder in die unterste Liga ab. Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Platz 25 ist auf Grund des großen Vorsprungs jedoch noch einige Jahre gesichert.
Im Gegensatz zu den Thonbergern knüpft der FC Gehülz derzeit an alte Erfolge an. 18 Jahren in der A-Klasse (1950 bis 1968) folgte eine lange Durststrecke, die nur 1989 für ein Jahr durchbrochen wurde. 1997 und 1998 folgten dann jedoch zwei Aufstiege in Serie und die Rückkehr in die Kreisliga, in die die Gehülzer nach einem ähnlichen Coup (2010 und 2011) vor einigen Monaten erneut aufgestiegen sind.

Fünf Jahre in der 2. Amateurliga


Ähnlich, nur in anderen Zeitabständen, ist es dem SSV Oberlangenstadt ergangen, der seit 2010 wieder in der höchsten Liga auf Kreisebene spielt. Ihr gehörte man 1971/72 letztmals an. Der SSV war zuvor aber sogar noch erfolgreicher, denn von 1953 bis 1958 spielte man in der 2. Amateurliga.
Ganz so weit nach oben hat es der SV Fischbach nicht geschafft, aber dafür ist es mittlerweile fast 30 Jahre her, dass man letztmals in der untersten Klasse aktiv war. Insgesamt stehen nur sechs Serien in der C-Klasse 1 zu Buche. Der letzte Erfolg, die Meisterschaft in der Kreisklasse, kam genau zum richtigen Zeitpunkt, nämlich zur Feier des 75-jährigen Bestehens.
Viel mehr als Platz 24 ist für die Fischbacher in nächster Zeit aber nicht möglich. Höchstens der SC Steinbach könnte in den kommenden Jahren eingeholt werden, aber die Rennsteig-Truppe hat sich mittlerweile fest in der Kreisliga etabliert und zwischenzeitlich sogar für vier Jahre Bezirksliga-Luft geschnuppert. Das sah in den Jahren 1966 bis 1983 noch ganz anders aus, denn damals spielten die Steinbacher durchgehend in der C-2.
In der C-Klasse war zwischenzeitlich auch der FC Burggrub zu finden, und zwar von 1963 bis 1965 sowie von 1984 bis 1994. Deutlich länger, nämlich 29 Jahre lang, war jedoch die Kreisliga (beziehungsweise frühere A-Klasse) die sportliche Heimat der "Grüber", die in der Saison 2004/05 sogar in der Bezirksliga spielten, dieses Niveau aber nicht halten konnten. Zumindest die Rückkehr in die Kreisliga ist dem aktuellen Kreisklassisten über kurz oder lang wieder zuzutrauen.
Auf über 30 Jahre in Serie auf beträchtlichem Niveau kann der DJK-SV Neufang verweisen. Das war nicht immer so, denn von 1951 bis 1971 spielten die Neufanger immer in der untersten Klasse.

Makellose Saison


Dann gelang jedoch ein Kunststück, das danach erst zweimal wiederholt werden konnte, nämlich eine makellose Saison (40:0 Punkte). Seitdem haben die Neufanger die C-Klasse auf Dauer verlassen (zumindest die "Erste"). Sportlicher Höhepunkt der Vereinsgeschichte war zweifellos der Zeitraum von 1999 bis 2006, als die DJK in der Bezirksliga spielte.


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