Ein Eltmanner Satzgewinn war wohl drin

15.03.2009   Ort: Importartikel     inFranken.de

Volleyball Mit 0:3 (20:25, 20:25, 19:25) unterlag die SG Eschenbacher Eltmann in der Volleyball-Bundesliga in der Georg-Schäfer-Halle dem großen Favoriten und Vizemeister SCC Berlin. Es wäre aber vielleicht mehr drin gewesen.


SGE-Mittelblocker Christian Nowak (Zweiter von rechts) steigt höher als der Beerliner Zuspieler Jaroslav Skach und wehrt den Ball ab. Links lauert der Eltmanner Lukas Bauer. Foto: gg
„Ich trauere vor allem dem ersten Satz nach, denn wir hatten schon die Chance, ihn zu gewinnen“, meinte Mark Lebedew etwas niedergedrückt und nachdenklich nach der Heimniederlage gegen einen der Meisterschaftsanwärter in der Volleyball-Bundesliga. „Den haben wir meiner Meinung nach über weite Strecken kontrolliert.“ Womit der australische SG-Trainer Recht hatte, denn bis zum 17. Punkt waren die Unterfranken, die neben dem langzeitverletzten Timo Wilhelm und dem am Finger verletzten Kapitän Andras Geiger kurzfristig auch noch auf Zuspieler Brett Aldermann (Fußverletzung im Abschlusstraining) verzichten mussten, immer mindestens auf Augenhöhe. Oftmals lagen sie in Führung oder hielten zumindest das Unentschieden.
Zu viele Fehler bei Eltmann

Doch im entscheidenden Augenblick häuften sich die „leichten Einzelfehler“, wie Lebedew bedauerte. Fakt ist, dass die Hauptstädter dank eines guten Blocks von Dirk Westphal beim Stand von 17:17 nach längerer Pause wieder in Führung gingen und den Vorsprung langsam, aber sicher, zum 25:20 ausbauten. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden“, meinte der SGE-Coach und lobte das ganze Team. Es sei „sehr schwer, mit all den jungen Spielern gegen einen solch guten Gegner diese Leistung durchzuhalten.“
Die Möglichkeit, dass die Hausherren den Ausgleich schaffen, war wiederum gegeben. Immerhin hielten sie das Geschehen erneut lange Zeit offen. Doch selbst vier Punkte in Folge, als ein 7:8-Rückstand in einen 11:8-Vorsprung verwandelt wurde, reichten nicht, um dem zusammen mit Friedrichshafen und Haching punktgleichen Tabellendritten den Satz abzunehmen. Nach einigen Fehlern der Hausherren zogen die Gäste bis auf 19:14 davon. Fünf Punkte betrug nach weiteren 24 Minuten auch der Abstand nach dem zweiten Satz.

Der zweite Berliner Matchball sitzt

Eine deutliche und kurze Angelegenheit schien der dritte Durchgang zu werden, denn nach kurzer Zeit stand es bereits 5:11 aus Sicht der Eltmanner. Und auch wenn Libero Phill deSalvo und Co. den Abstand noch einige Male auf drei Punkte verkürzten, hatten die Berliner am Ende sechs Matchbälle. Während Florian Tafelmayer den ersten noch abwehrte, machte er anschließend mit einem Aufschlagsfehler den neunten Auswärtserfolg für den SCC in der laufenden Saison perfekt.



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