Larsen Schubert macht die Tür auf

17.12.2011   Ort: Bammersdorf     Fränkischer Tag

Sportler der Woche Der SV Bammersdorf hat bei Larsen Schubert angeklopft, und jetzt klopft der 39-jährige Forchheimer mit dem Tabellenführer der Fußball-A-Klasse 2 Erlangen/Pegnitzgrund ans Tor zur Kreisklasse an.


Larsen Schubert Foto: Gernot Wildt
Larsen Schubert ist nicht nur im Forchheimer Spielkreis herumgekommen - vor allem als Spielertrainer. Und wenn der 39-Jährige jetzt mit dem SV Bammersdorf in der der Fußball-A-Klasse Erlangen/Pegnitzgrund Gruppe 3 als Tabellenführer überwintert, macht sich doch eine gewisse Zufriedenheit breit. Denn seine Aussage - "Ich fühle mich hier pudelwohl" - wäre ihm nicht überall so leicht und locker über die Lippen gegangen.
Gerade bei seinen bisherigen Trainerstationen hatte Larsen Schubert die eine oder andere Gelegenheit zu erfahren, dass man mit Ehrlichkeit und Geradlinigkeit durchaus auch einmal anecken kann. Aber er will sich nicht verbiegen lassen und ein ebenso ehrlicher wie guter Sportsmann bleiben.

Mit Springer und Aksoy


"Mutterverein" war für Larsen Schubert der Baiersdorfer SV, bei dem er bis zur B-Jugend auf dem Platz stand. Danach ging es für zwei Jahre zu Jahn Forchheim. Doch seine "alte Liebe" ließ ihn nicht los - er kehrte, in die Senioren-Altersklasse gekommen, zum Baiersdorfer SV zurück. Mit dem einstigen Kölner Bundesliga-Profi Christian Springer - heute Vorstandsmitglied der SpVgg Jahn Forchheim - und dem früheren Jahn-Trainer Birol Aksoy hat er zusammen gespielt.
Der SV Poxdorf holte ihn, damals noch weit davon entfernt, einmal in der Kreisliga zu spielen, dann der TSV Neunkirchen. Damals in der Bezirksoberliga war Wolfgang Beierlorzer sein Trainer, der jüngere Bruder von Bertram, der beim "Club" und beim FC Bayern München gespielt hatte.
Danach begann Larsen Schuberts Zusammenarbeit mit Enzo
Penna, der beim SV Buckenhofen angeheuert hatte. Im ersten Jahr scheiterte die Mannschaft, und Larsen Schubert trat als Reaktion darauf für kurze Zeit seine erste Stelle als Spielertrainer beim ASV Aufseß an, um dann gleich zurückzukehren. Im zweiten Jahr war es dann soweit, denn die Buckenhofner stiegen in die Bezirksoberliga auf. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn Penna geblieben wäre, doch der SV Buckenhofen stieg gleich im ersten Bezirksoberliga-Jahr wieder ab, wobei Larsen Schubert Pennas Nachfolger Norbert Frey mit einer gewissen kritischen Distanz sah. Unter Frey seien zu viele Nürnberger nach Buckenhofen gekommen, meint Larsen Schubert - dadurch habe der SV Buckenhofen seine Identifikation als Forchheimer Stadtteilverein ein wenig verloren.
Ob das der eigentliche Grund für den Abstieg gewesen war, lässt sich im Nachhinein schlecht beurteilen. Larsen Schubert verließ jedenfalls den Spielkreis und wechselte zur DJK Schnaid/Rothensand in den Spielkreis Bamberg, in die Kreisklasse. Dort schaffte es seine Mannschaft bis in die Aufstiegsrelegation, scheiterte dort jedoch. Für die kommende Saison hatte er der DJK bereits seine Zusage zur Fortsetzung der Zusammenarbeit gegeben, doch nach dem entgangenen Aufstieg wurde daraus nichts mehr.
Larsen Schubert wurde Spielertrainer bei der SpVgg Reuth. "Da wollten zu viele Leute mitreden", so Larsen Schubert, was aber irgendwo verständlich scheint, denn die Reuther waren seit Jahren nicht mehr in Gefahr geraten, an einer Aufstiegsrelegation teilzunehmen. Ihnen fehlte damals die Erfahrung, mit dem Thema umzugehen - erst später etablierte sich die SpVgg Reuth an der Spitze der A-Klasse. Zwischen dem Verein und Larsen Schubert passte nicht viel zusammen. Er wurde Trainer des SV/DJK Eggolsheim - unmittelbar, nachdem dort Stefan Hiltl das Handtuch geworfen hatte. Nach einem Jahr folgte die nächste Station.

In telefonischem Kontakt


"Der SV Bammersdorf hatte schon länger mal angeklopft", berichtet Schubert. Vor allem Thomas Dietz war mit ihm in telefonischem Kontakt, und eines Tages rief er an und fragte an, ob sich Larsen Schubert einen Wechsel nach Bammersdorf vorstellen könne. Er trainierte mit der Mannschaft mit, und die Erfahrung, die er dabei machte, hatte zur Folge, dass er in Bammersdorf blieb und fortan nicht mehr als Spielertrainer, sondern als einfacher Spieler die neue Bammersdorfer Erfolgsgeschichte mitschreibt. "Ein Super-Haufen ist das", ist Larsen Schubert des Lobes voll.
Das Team der ehemaligen Jahn-Spieler Florian Eichinger und Martin Paulus "ist eine richtige Mannschaft", urteilt er. Da kann Spielleiter Werner "Bob" Kittler nur zustimmen. Immerhin steht Kittler gemeinsam mit dem Vorstand für den "neuen SV Bammersdorf", der den Anspruch erhebt, den Aufstieg zu erkämpfen.
Denn der Verein stand vor längerer Zeit, bereits in den 1990er Jahren, in der Kreisklasse und hat sich seither von dem Abstieg in die A-Klasse, die damals noch C-Klasse hieß, nicht mehr erholt. Doch das soll jetzt anders werden. Der Vorsprung von sechs Punkten gibt Zuversicht "Dieser Aufstieg", sagt Larsen Schubert, "ist Pflicht."

Zur Person


Weitere Angaben zu Person und Werdegang finden Sie im Fränkischen Tag vom Samstag, 17. Dezember 2011.


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