Die Strecke verlangt den Läufern alles ab
21.06.2009
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Frankenweg-Lauf An der Premiere des Frankenweg-Laufes in der Fränkischen Schweiz beteiligten sich knapp 200 Läufer, Nordic-Walker und Wanderer. Viele schwärmten von der Landschaft zwischen Streitberg und Obertrubach. Einige kamen vom Weg ab.
89 Läufer (25 Lang-, 33 Mittel-, 31 Kurzstrecke), 40 Nordic-Walker und 21 Wanderer kamen auf dem Teilstück des Frankenweges ins Ziel: Die Crossläufer gingen von allen drei Startpunkten in Streitberg, Behringersmühle und Pottenstein ins Rennen, Nordic-Walker und Wanderer konnten bei den Zwischenstationen einsteigen.
Sieger der längsten Strecke mit 38 km Länge, deren Startpunkt im Muschelquellenweg in Streitberg war, wurde Dr. Johannes Schön von den Lauffreunden Gößweinstein. In Streitberg gingen 28 Läufer an den Start. Den Lauf der mittleren Strecke mit 24 km von Behringersmühle bis zum Endpunkt in Obertrubach gewann Markus Held aus Niederfellendorf. In Behringersmühle waren rund 60 Teilnehmer am Start.
Kürzere Strecke
Die kürzeste Strecke auf dem Frankenweg führte von Pottenstein nach Obertrubach. Dort gingen 80 Aktive, darunter Landtagsabgeordneter Thorsten Glauber (FW) als Schirmherr der Veranstaltung, an den Start. „Sport und Natur haben sich in idealer Weise miteinander verbunden“, meint Herbert Peter, der selbst Marathonläufer ist. Auswärtige, so der Organisator, hätten davon geschwärmt, dass sie so einen Lauf – mit Durchquerung einer Höhle und Blick auf die Burgen – noch nie erlebt hätten.
Allerdings gab es auch Ärger: Im Ziel herrschte vorübergehend Chaos, da der Weg laut Angaben einiger Läufer kurz vor dem Ziel nicht gut ausgeschildert war. Wie Peter erklärt, sei in der Nacht ein Wegweiser bei Leienfels abgerissen worden. Das hatte zur Folge, dass Läufer teilweise von der falschen Seite nach Obertrubach kamen und im Ort das Ziel suchten und nicht fanden. Die einen fragten sich durch die Ortschaft nach dem Ziel durch, während die anderen, die richtig gelaufen waren, direkt aus dem Wald in den Zieleinlauf beim Bildungshaus kamen. Es folgten im Ziel zu Diskussionen über die Wertungen.
Falsch abgebogen
Auch auf der Langstrecke bogen offenbar schon einige Läufer kurz nach dem Start falsch ab und waren an der ersten Verpflegungsstation bei km 5 schon 7 km gelaufen. Bei der Unterführung der Bundesstraße in Behringersmühle war ebenfalls ein Wegweiser abgerissen worden. Streckenposten konnten die Irrläufer hier aber schnell wieder richtig lenken. Rüdiger Hecht, Vorsitzender der LG Forchheim und mit der Zeitmessung und Ergebnisauswertung betraut, erklärt: „Bei einem Crosslauf kann das immer passieren, dass einige falsch laufen, das ist normal. Aber man muss sich auch vorbereiten und mit der Strecke vertraut machen.“
Viele Aha-Erlebnisse
Der Frankenweg selbst sorgte aber für viele Aha-Erlebnisse: Die Oswaldhöhle bei Muggendorf wurde von der Feuerwehr mit Scheinwerfern ausgeleuchtet, da es dort dunkel und rutschig ist. Außerdem mussten alle Läufer größer als 1,50 m ihre Köpfe einziehen. Die Läufer blieben weitgehend alleine ohne Zuschauer. Am ersten Kontrollpunkt sicherte die Feuerwehr Muggendorf ab und der Fränkische-Schweiz-Verein sorgte für Getränke. Bei den Verpflegungsstationen kam es dann zu Szenen, dass die Läufer jubelten: „Juhu, endlich wieder mal ein Mensch.“ Bei der Langstrecke waren 967 Höhenmeter bergauf und 880 bergab zu bewältigen. Wetter- und Streckenbedingungen waren hervorragend, allerdings war der Frankenweg ein harter Lauf. „Die Strecke ist sehr schwer“, erklärt Rüdiger Hecht, „einige haben sie falsch eingeschätzt.“
Nette Geste
Nette Geste bei der Siegerehrung: Die beiden jüngste Läuferinnen, die zehnjährigen Cosima Gundermann und Celine Landgraf (beide LG Forchheim) wurden als erste auf Bühne gebeten und für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Cosima wurde auf der Kurzstrecke überragende Fünfte. Celine lief in einer Staffel mit ihrer Mutter Martina (39) und ihrem Opa Egon Landgraf (75). Celines Oma Gabriele startete beim Nordic-Walking. Als zweite starke Familie waren die „Happy Fuhrmanns“ dabei: Agathe, Jasmin und Mario auf der Läufer-Kurzstrecke, Josef Fuhrmann auf der Langstrecke. Herbert Peter wurde von vielen zur Idee und Umsetzung des Frankenweg-Laufes beglückwünscht. Für ihn steht nach der Premiere fest: „Es gibt eine zweite Auflage im nächsten Jahr.
Die Ergebnisliste finden Sie HIER.
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