Sundbergs Formkurve zeigt nach oben

19.04.2010     inFranken.de

Triathlon Der letzte Test vor dem Ironman Utah ist dem Herzogenauracher Swen Sundberg vom Team "Abu Dhabi Triathlon" beim hochklassig besetzten Rennen in New Orleans mit Bravour geglückt. Dank einer starken Laufleistung erreichte der Profi als Achter das Ziel beim "70.3".


Auf dem Rad waren die Beine von Swen Sundberg noch ein bisschen schwer. Archivfoto: privat
Das Rennen war allerdings kein leichtes für Sundberg. Auf der 1,9 km langen Schwimmstrecke hatten alle Athleten mit hohem Wellengang zu kämpfen, wodurch die Orientierung sehr schwierig war. Teilweise ließen sich die Richtungsbojen nur noch erahnen. So zog sich das Feld der Profis auch schon früh in die Länge. Sundberg kam mit knapp vier Minuten Rückstand als 14. aus dem Wasser.

Bei seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, fand er aber schnell seinen Rhythmus und arbeitete sich kontinuierlich nach vorne. Nach den Reisestrapazen und Problemen mit seinem Gepäck, das erst vier Tage vor dem Rennen in New Orleans eintraf, fehlte Sundberg zwar die letzte Spritzigkeit und Frische, dennoch rückte er bereits auf der 90 km langen Radstrecke nahe an die Top 10 heran. Dabei fuhr er sogar eine Minute schneller als der Hawaii-Sieger von 2007, Chris McCormack.


Kein unnötiges Risiko


"Gerade beim Radfahren hatte ich noch ein bisschen müde Beine durch den Flug und das harte Training der letzten Wochen", sagte Swen Sundberg im Ziel. Was das Radfahren zusätzlich erschwerte, waren die teilweise noch stark vom Hurrikan 2005 beschädigten Straßen. Mit Blick auf den bevorstehenden Ironman ging der Herzogenauracher nicht das letzte Risiko, um nicht noch in einem der zahlreichen Schlaglöcher zu Fall zu kommen oder sein Material zu beschädigen.

Beim abschließenden Halbmarathon unterstrich dann Swen Sundberg seine ansteigende Formkurve. Er behauptete sich gegen die starke Konkurrenz und lief mit 1:17:20 Std. die viertschnellste Zeit des Tages, obwohl zahlreiche Spezialisten über die halbe Ironmandistanz am Start waren und Sundberg sich noch ein paar Körner sparte. Am Ende freute er sich über den achten Gesamtrang.


Platz 4 ist das Ziel


"Das Rennen war für mich ein guter Formtest. Schade, dass das Schwimmen nicht ganz so gut geklappt hat wie erhofft, aber mit dem Rest des Wettkampfs bin ich sehr zufrieden und somit guter Dinge für den Ironman Utah in zwei Wochen", fasste Sundberg selbst sein Rennen zusammen. Für sein angestrebtes Ziel, sich frühzeitig für Hawaii zu qualifizieren, wird bei diesem Wettkampf ein Platz unter den besten Vier nötig sein.



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