Sportlern gelingt ein glänzender Auftritt
16.01.2012
Ort: Höchstadt/Herzogenaurach ![]()
Leichtahtletik Mit Edelmetall um den Hals und erreichter DM-Norm kehren sowohl die Turnerschaft Herzogenaurach als auch der der TSV Höchstadt von der Bayerischen Hallenmeisterschaft zurück.

Die Höchstadter 4x400-Meter-Staffel mit Alexander Barth, Konstantin Wedel, Tobias Budder und Marco Kürzdöfer (von links) holte Bronze.
TSH: Doppelerfolg im Dreisprung
Mit sieben Athleten reiste Herzogenaurachs Trainer Peter Müller in die Landeshauptstadt und war nach den Wettkämpfen mit all seinen Schützlingen sehr zufrieden. Anna Dupke (U20) zeigte nach der in der Vorwoche im Training einstudierten Verlängerung ihres Anlaufes durchweg starke Sprünge und hätte mit jedem ihrer gültigen Versuche die Dreisprungkonkurrenz klar gewonnen. Aber nicht nur der Bayerische Meistertitel war das gesteckte Ziel, sondern das Erreichen der Qualifikationsnorm für die Deutsche Meisterschaft (11,85 Meter).
Nach 11,67 Metern, einem ungültigen Versuch und 11,76 Metern, traf sie im vierten Durchgang den Balken gut und landete bei 11,87 Metern, ihrer neuen persönlichen Bestweite. Wenn sie diese Form am nächsten Wochenende bei den Bayerischen Titelkämpfen der Erwachsenen bestätigen kann, wird sie auch in der Frauenklasse um eine Medaille kämpfen.
Die zweite Goldmedaille für Herzogenaurach holte Thomas Krome in der M15 ebenfalls im Dreisprung. Dabei konnte er seine Bestleistung aus der Vorwoche noch einmal deutlich steigern und landete bei 12,74 Metern. Eine Stunde später ging er im Weitsprung an den Start und wurde mit 5,94 Metern Zweiter. Über 60 Meter Hürden erweiterte er seine Sammlung um eine Silbermedaille: Mit 8,84 Sekunden war er technisch klar verbessert fast eine Sekunde schneller als im Vorjahr.
Der gleichaltrige Nico Kaufmair hatte im Kugelstoßen etwas Anlaufschwierigkeiten, steigerte sich aber im Verlauf des Wettkampfs und kam mit persönlicher Bestweite von 12,92 Metern auf Rang 4. Silber über die Hürden gab es in der U20 für Timo Kaufmair, der im Finale 8,52 Sekunden sprintete. Nach gutem Start kam er dabei zu dicht an die erste Hürde, wodurch er entscheidend Zeit und damit auch den angestrebten Titel verlor. Wichtiger aber war, dass er bereits im Vorlauf mit 8,40 Sekunden die Qualinorm für die DM klar unterbot.
Diese Norm hatten Daniel Hoseus, Sam Leiblein, Timo Kaufmair und Andre Zahl in der 4x200-Meter-Staffel bereits in der Tasche. Ihr Trainer wollte diese aber bestätigt sehen. In 1:33:41 Minuten gelang dies dem Quartett hervorragend, denn es gewann den Endlauf deutlich und verbesserte sich um fast drei Zehntel. Mit Platz 2 holten die Läufer das sechste Edelmetall für die TSH.
Wedel gibt im Schlussspurt Gas
Groß war die Freude auch beim TSV Höchstadt. Neuzugang Konstantin Wedel gewann überlegen den 3000-Meter-Lauf der U20 und für die 4x400-Meter-Staffel sprang Bronze heraus. Über die 3000 Meter sorgte Cross-EM-Teilnehmer Moritz Steiniger in einem hochklassigen Rennen für hohes Tempo zu Beginn. Wedel hielt sich zu Beginn taktisch klug zurück und überlies Jonas Koller aus Regensburg in der zweiten Rennhälfte die Führungsarbeit. Auf dem Schlusskilometer drehten beide nochmal mächtig auf.
Zwei Runden vor Schluss übernahm dann der 18-jährige Konstantin Wedel die Führung und überquerte die Ziellinie nach 8:35:67 Minuten mit rund 15 Metern Vorsprung. Mit einem Schlusskilometer von 2:39 Minuten lief er sich auf Platz 2 der aktuellen deutschen Bestenliste und wird bei noch weiter steigender Form bei der DM in Sindelfingen ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der Medaillen mitreden können. Jan Budde kämpfte mit der trocknen Luft in der Halle, konnte aber in 9:18:98 Minuten und Platz 7 seine letztjährige Freiluftbestleistung unterbieten.
Nach 25 Jahren Pause meldete Trainer Markus Mönius zu Trainingszwecken eine 4x400-Meter-Staffel bei den Männern. Einzige Vorgabe war, den uralten TSV-Rekord aus dem Jahr 1987 (3:30 Minuten) zu unterbieten. Nachdem im Vorfeld klar war, dass Martin und Bastian Grau nicht starten können, vertraute Mönius auf Alexander Barth als Startläufer. Zu seinem zweiten Einsatz binnen zwei Stunden kam Konstantin Wedel an Position 2. Mit Tobias Budde und Marco Kürzdörfer als Schlussläufer kamen zwei bewährte Kräfte zum Einsatz. Tatsächlich war das Quartett in 3:29:25 Minuten eine Sekunde schneller als das 1987er-Team und durfte sich über Bronze freuen.
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