HEC sichert den Sieg schon im ersten Drittel
22.01.2012
Ort: Landesliga Von: Johannes Höllein ![]()
Eishockey Auch beim zweiten Klassiker innerhalb von drei Tagen lassen sich die Alligators nicht in Verlegenheit bringen und festigen Platz 2 in der Landesliga. Daniel Jun und Co. lassen jedoch bei vielen Angriffen die letzte Konsequenz vermissen.

Nachwuchs-Goalie Nico Stark brachte Thilo Grau und die restlichen Höchstadter Stürmer ein ums andere Mal zur Verzweiflung.
Höchstadter EC -VER Selb 1b 8:3
Die Alligators starteten optimal in die Partie. Gerade 20 Sekunden waren gespielt, da leitete Jun einen Pass von Stütz an Sikorski weiter, der startete von der blauen Linie ein Solo und schloss eiskalt zum 1:0 ab. In der Folge zogen die Höchstadter ein schön anzusehendes Powerplay auf, das gute acht Minuten andauerte. Allerdings sprang trotz guter Möglichkeiten nichts heraus, denn Nachwuchs-Goalie Stark wurde seinem Namen gerecht und wehrte alles ab.
Erst in der 9. Minute, derHEC war erstmals in Überzahl, setzte Sikorski Jun in Szene, der den Puck zum 2:0 unter die Latte nagelte. Dann ließen es die Hausherren wieder etwas ruhiger angehen und die Selber 1b kam ihrerseits zu drei, vier guten Möglichkeiten. Aber der ins HEC-Tor zurückgekehrte Feeser war auf dem Posten. Besser machten es die Aischgründer. In Unterzahl spielten Jun und Sikorski eine Chance heraus, die sich Michalek nicht entgehen und den Puck zum 3:0 ins Tor abtropfen ließ (13.).
Jetzt legten die Alligators wieder zu und nach schöner Vorarbeit von Jun und Michalek erhöhte Hiendlmeyer aus kurzer Distanz auf 4:0 (16.). Auf der anderen Seite hatten die nun mutiger spielenden Selber weiter Pech im Abschluss und mussten vor der Drittelpause auch noch das 5:0 hinnehmen. Der Puck kam zu Sikorski, der hielt von der blauen Linie drauf und Jun fälschte unhaltbar ab (17.).
Doch im zweiten Durchgang schien die Spielfreude wie weggeblasen. Zwar drückten die Alligators weiter auf das Selber Tor, ließen es aber an Tempo und letzter Konsequenz fehlen. Das drückte natürlich auf die Stimmung in der Halle, in der normalerweise ja Torjubel gegen kalte Füße hilft. Da auch die Selber wenig dazu taten, um den Höchstadtern wenigstens eine Trotzreaktion abzufordern, plätscherte das Spiel etwas trostlos vor sich hin. Das einzige Erfolgserlebnis im zweiten Drittel blieb den Selbern vorbehalten, die nach einem Puckverlust der Alligators schnell konterten. Janosch lief allein auf Feeser zu und ließ ihm keine Chance (37.).
Auch im Schlussdrittel waren die Höchstadter verkrampft. Selbst nach dem 5:2 durch Reiner Weiß (46.) änderte sich das zunächst nicht. Es bedurfte schon einer 5:3-Überzahl, ehe die inzwischen bibbernden Fans sich endlich wieder warmjubeln durften. Jun setzte Weiß in Szene und der beendete die 33 Minuten währende quälende Torflaute des HEC mit einem Schlenzer aus kurzer Distanz (49.). Damit war der Bann gebrochen und nur Sekunden später setzte Jun Michalek in Szene, der den Puck zum 7:2 im Winkel unterbrachte. Endlich ließen die Höchstadter die Scheibe wieder konzentriert zirkulieren und warteten auf die Lücke, aber auch die Gäste setzten Nadelstiche.
Pavel Weiß verlor den Puck an der gegnerischen blauen Linie und Jaworin schloss den schnellen Gegenstoß zum 7:3 ab (55.). Doch die Alligators wollten es jetzt noch einmal wissen. Angestachelt vom Trommel-Stakkato aus dem Fanblock nutzte der HEC die Überzahl aus: Hiendlmeyer passte auf Sikorski, der bediente Jun. Der HEC-Spielertrainer zog aus fünf Metern bei freier Sicht aufs Tor ab und der Puck zappelte zum 8:3-Endstand im Netz (57.).
Die Statistik zum Spiel
Höchstadter EC -VER Selb 1b 8:3 (5:0, 0:1, 3:2)
Höchstadter EC: Tor: Feeser; Verteidigung: Sikorski/Stütz, Kaczmarek/Weiß, Lechler; Angriff: Michalek/Jun/Hiendlmeyer, Lenk/Grau/Gluchich, S. Goblirsch/Tratz/Stribny
VER Selb 1b: Tor: Stark; Verteidigung: S. Roos, Weiß, Kießling, Bauer, T. Roos; Angriff: Pecher, Schade Jaworin, Janda, Pauker, Janosch, Heinritz, Hechtfischer
SR: von der Heyd, Waldner
Zuschauer: 407
Tore: 1:0 Sikorski (1.), 2:0 Jun (9.), 3:0 Michalek (13.), 4:0 Hiendlmeyer (16.), 5:0 Jun (17.), 5:1 Janosch (37.), 5:2 Weiß (46.), 6:2 Weiß (49.), 7:2 Michalek (50.), 7:3 Jaworin (55.), 8:3 Jun (57.)
Strafzeiten: HEC 12/ VER 16
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