Weisendorf fehlt das Quäntchen Glück

08.06.2010   Von: Michael Memmel  inFranken.de

Fußball Der Sportplatz in Röttenbach bleibt ein schlechtes Pflaster für den ASV Weisendorf. Nach der 2:3-Pleite im Relegationsspiel vor einem Jahr gegen den SC Adelsdorf mussten die "Weiß-Blauen" auch am Dienstagabend im verregneten Entscheidungsspiel gegen die SpVgg Erlangen II eine Niederlage quittieren.


Auch bei heftigem Regen und Wind feuerten die Weisendorfer Fans ihre Mannschaft lautstark an. Fotos: Picturedreams
2:2 hieß es nach spannenden 90 Minuten, 3:4 nach einer weiteren halben Stunde. Während der glückliche Freilosinhaber aus Erlangen als Meister der Fußball-Kreisklasse 1 ER/PEG auf dem Platz tanzte, fielen die aufopferungsvoll kämpfenden Weisendorfer auf den pitschnassen Rasen. Dass sie noch die Chance auf Platz 2 haben, war ihnen in diesem Moment egal. Trotzdem wird der ASV am Freitag um 18.30 Uhr beim ATSV Erlangen versuchen, den Erfolg aus dem ersten Entscheidungsspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck III zu wiederholen, um sich für die Relegation zu qualifizieren.


Körner mit tollen Reflexen


Die erste Halbzeit gehörte der SpVgg. Die Bezirksliga-Reserve, die fünf Spieler aus der "Ersten" aufbot, zeigte eine überzeugende Spielanlage und besaß die klaren Chancen. Bereits in der 1. Min. versenkte Marco Müller den Ball im ASV-Kasten, doch Schiedsrichter Kaul entschied zurecht auf Abseits. Danach bewies Torwart Jörg Körner, dass er ein Meister seines Fachs ist. Gegen Pankey (13.) und Wolle (21.) rettete er in höchster Not. Just als der ASV durch Maier, der sich in den Strafraum wuselte und dann verzog, die erste Chance besaß (29.), fiel im Gegenzug das verdiente 0:1. Bezirksliga-Stürmer M. Müller ließ diesmal dem herauseilenden Körner keine Chance. Nur sechs Minuten später glich der ASV aus: Maier schnippelte einen Freistoß nur wenige Meter neben der Eckfahne in den langen Winkel. Auch weil danach Kissel (39.) und M. Müller (44., Körner pariert) noch gute Chancen hatten, war das 1:1 zur Pause schmeichelhaft für Weisendorf.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Kräfteverhältnis. Der ASV fand sich in Wind und Regen, die am Ende der ersten Halbzeit vehement eingesetzt hatten, deutlich besser zurecht. Es war nun ein Kampf- und Glückspiel. Letzteres fehlte der Mannschaft von Spielertrainer Bernd Fuchsbauer allerdings. Die Verhältnisse geschickt ausnutzend versuchten es Fuchsbauer (49., 60.) und Stockhorst (58.) aus der Distanz - Torwart Feike war jedoch auf dem Posten. Stattdessen markierte Yanik auf der Gegenseite nach einer Ecke das 1:2 aus 18 Metern in zentraler Position (61.). Wieder antwortete der ASV prompt. Der eingewechselte Pilz knallte drei Minuten später in einer identischen Situation den Ball traumhaft in den Winkel. Weisendorf wollte den Sieg, aber Fuchsbauer scheiterte erneut aus 27 Metern an Feike (68.).


ASV-Abwehr verpennt Freistoß


In der Verlängerung war der SpVgg wie schon bei der Auslosung das Glück hold. Während Schmerlers weite Hereingabe als Aufsetzer knapp über die Latte strich (92.) und Fuchsbauers Freistoß (102.) und Stockhorsts Kopfball (109.) das Tor verfehlten, köpfte Kissel das 2:3 (110.), weil die ASV-Abwehr bei einem 40-Meter-Freistoß von Hirschberger gepennt hatte. Kurz darauf machte Marco Müller bei einem Konter, den Konnerth mit einem beherzten Kopfball hätte stoppen können, den Sieg perfekt (118.) und gönnte sich dann "Gelb-Rot" für seinen Torjubel. In der Schlussminute fälschte Stockhorst zwar noch einen Schuss zum 3:4 ab, doch kurz darauf beendete Kaul die Partie.

Statistik zum Spiel


ASV Weisendorf J. Körner - Fuchsbauer, Rudel, Karnoll, Schmerler, Zergiebel (46. Bretting), Konnerth, Maier, Stockhorst, K. Körner (116. Carstens), Rohr (46. Pilz)
SpVgg Erlangen II Feike - P. Weyh, Ferizi, Hirschberger, Pankey (78. T. Müller), Melzer, Yanik (92. Scheuerle), M. Müller, F. Weyh (59. Konrad), Kissel, Wolle
SR Kaul (Wichsenstein)
Zuschauer 800
Tore 0:1 M. Müller (30.), 1:1 Maier (36.), 1:2 Yanik (61.), 2:2 Pilz (64.), 2:3 Kissel (110.), 2:4 M. Müller (118.), 3:4 Stockhorst (120.)
Gelb-Rote Karte - / M. Müller (118., Trikot ausziehen)




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