Jetzt ist erst einmal Bescheidenheit angesagt
09.07.2010
Von: Michael Schwital ![]()
Neubeginn Der FC Eintracht Bamberg 2010 will den Mitgliedern des gescheiterten 1. FC Eintracht Bamberg eine neue Heimat sein. Mathias Zeck führt als Vorsitzender das Projekt Rettung.

Geht seine Arbeit als Vorsitzender des FC Eintracht Bamberg 2010 voller Optimismus, aber auch mit Kontakten und dem nötigen Erfahrungsschatz an: Mathias Zeck. Foto: Matthias Hoch
Nach der Pleite des 1. FC Eintracht Bamberg hat sich der FC Eintracht Bamberg 2010 gegründet, um den Mitgliedern aller Abteilungen eine Zukunft zu ermöglichen. Was hat sich in den letzten Tagen getan?
Mathias Zeck: Wir hatten am Montag die Gründungsversammlung an der Breitenau, bei der knapp 40 Mitglieder anwesend waren. Dabei haben wir uns eine neue Satzung gegeben und die Grundlagen geschaffen für eine hoffentlich bessere Zukunft. Im September wird eine weitere Versammlung einen neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre wählen. Ich hoffe, dass bis dahin möglichst viele bisherige Mitglieder zum neuen Verein kommen und den Neubeginn ebenfalls unterstützen. Mir ist klar, dass es für meine Kollegen im Vorstand, die schon früher Verantwortung trugen, nicht leicht war und ist, zumindest bis September mitzuarbeiten. Dafür bin ich dankbar. Überhaupt danken wir allen, die sich in diesen schweren Zeiten engagieren, egal ob als Jugendtrainer oder in jeglicher anderen Funktion.
In den letzten Monaten scheint viel Porzellan zerschlagen worden zu sein, das Vertrauen in den pleitegegangenen Verein schien zerrüttet. Wie sehen Sie die Situation?
Zur Vergangenheit kann ich nichts sagen, da war ich nicht involviert. Wir wollen eine bessere Zukunft, und dies müssen wir mit Taten auch erst beweisen. Es herrscht durchaus Enttäuschung vor, vor allem auch bei unserer langjährigen Hauptsponsorin, Frau Fuchs. Jedoch ist sie zu Gesprächen bereit und ich hoffe, wir können sie - wie auch viele andere mögliche Gönner - von unserem Neubeginn überzeugen.
Wie können die Zeiten wieder besser werden?
Indem wir es schaffen, finanziell solide und bescheiden zu bleiben. Da gilt die alte Wahrheit: nicht mehr Geld ausgeben als man hat. Dies wird durch den Verwaltungsbeirat in Zukunft streng überwacht. An dessen Spitze wird mit Heribert Trunk ein absoluter Wirtschaftsfachmann stehen. Und dass er Vertrauen in den neuen Verein zeigt, ist ein ganz deutliches Ausrufezeichen, dass neue Zeiten angebrochen sind, denn so ein Mann wird seinen Namen nicht für ein neuerliches Abenteuer zur Verfügung stellen. Ich hoffe, dass wir so manche zugeschlagene Tür wieder öffnen können.
Der Fußball hat für den Ruin des 1. FC 01 gesorgt, wie ist der Nachfolgeverein hier aufgestellt?
Zuerst, wie bereits herausgestellt, muss die finanzielle Basis geschaffen sein. Da ist es wichtig, dass wir - wenn auch in der kommenden Saison unter altem Namen - in der Bayernliga um Punkte spielen können, und nicht, wie zunächst befürchtet, außer Konkurrenz. Mit Ex-Profi Markus Grasser haben wir einen sehr engagierten und kompetenten sportlichen Leiter gefunden. Mit Christoph Starke ist der langjährige Trainer wieder an Bord. Sein neuerliches Engagement ist ihm nach seinem unfreiwilligen Abschied Ende letzten Jahres hoch anzurechnen. Auch ist mit Adolf Leicht ein langjähriger Förderer der Jugendarbeit wieder dabei. Das ist ein Beweis, dass es uns nicht um kurzfristigen sportlichen Erfolg in der Bayernliga geht, sondern darum, die hervorragende Nachwuchsarbeit fortzuführen und sie als Basis für eine bessere Zukunft in den Mittelpunkt zu stellen.
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