Heyer trifft ein letztes Mal für Bamberg

31.05.2010     inFranken.de

Fußball-Regionalliga Der 1. FC Eintracht Bamberg erreichte in der letzten Partie der Saison ein 2:2-Unentschieden in Ulm. Trainer Dieter Kurth attestiert seiner Mannschaft einen guten Charakter.


Winkt zum Abschied: Kapitän Peter Heyer.
Als Schiedsrichter Timo Gerach das Regionalliga-Spiel in Ulm abgepfiffen hatte, bildeten die Fußballer des 1. FC Eintracht einen Kreis, nahmen ihren Trainer Dieter Kurth in die Mitte und trugen ihn auf Schultern. Das 2:2 beim Tabellensechsten SSV Ulm hat dem Coach gezeigt: "Diese Mannschaft hat einen guten Charakter. Das war eine spontane Geste. Ich muss nach dieser so schweren Saison den Hut ziehen vor allen, die so toll mitgezogen haben. Sportlich hätten wir die Qualitäten gehabt, um die Klasse zu halten", sagte der scheidende Trainer. Dabei schimmerten seine Augen feucht.

Zweimal war sein Team, dessen Zukunft nach der Insolvenz offen ist, sogar in Führung gegangen. Ihre erste echte hochkarätige Chance nutzten die Bamberger gleich zum 1:0. Kapitän Peter Heyer hatte den Ball auf Tobias Dalke gespielt, der passte auf Alexander Deptalla - und der traf aus 20 Metern und halbrechter Position zum 1:0 ins Netz (26.).

Allerdings währte die Führung gegen die Ulmer, die vor der Begegnung zehn Spieler verabschiedet hatten und mit drei gerade in die Bundesliga aufgestiegenen A-Junioren antraten, nur acht Minuten. Den Ausgleichstreffer reklamierte der SSV-Nachwuchsstürmer David Braig für sich. Doch tatsächlich hatte in dem Gestochere vor der Torlinie Oliver Gorgiev den Ball zuletzt berührt. Ein Eigentor also.

Die Bamberger nutzten die Tatsache, dass sich die Ulmer im letzten Saisonspiel nicht mehr so recht motivieren konnten. In der 58. Min. gingen die Gäste erneut in Führung. Dieses Mal war Peter Heyer zur Stelle, als die SSV-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte. Aus acht Metern erzielte der Eintracht-Kapitän das 2:1 (58.). Der FCE-Torjäger der vergangenen Jahre wechselt zum FSV Erlangen Bruck.

Erneut fiel der Ausgleich schnell, und zwar ebenfalls durch den Kapitän. Andreas Mayer traf aus spitzem Winkel zum 2:2 (64.). Torhüter Stephan Essig sah in dieser Situation zwar nicht ganz glücklich aus, hielt dafür aber bei anderen Ulmer Gelegenheiten prächtig. Doch auch die Bamberger hatten ihre Möglichkeiten, insbesondere durch Freistöße. Doch Nicolas Görtler (51.) und Sebastian Müller (53.) verfehlten knapp in einer Begegnung, die nicht unbedingt gut war, aber von der Spannung lebte.

"Wir hätten sogar gewinnen und den sportlichen Abstieg vermeiden können", haderte Kurth ein wenig. "So aber verlassen wir mit einer Träne im Auge die Regionalliga".



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