Für den FCE steht das Spiel des Jahres an

18.05.2010   Von: Johanna Krischker  inFranken.de

Fußball Mit einem Heimsieg über den Drittligisten SV Wacker Burghausen kann sich der Regionalligist 1. FC Eintracht Bamberg für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren.


Muskelfaserriss jüngst im Grünwalder Stadion: Für Johannes Bechmann (r.) ist die Saison beendet. Foto: sportpress
Für die Regionalligafußballer des 1. FC Eintracht Bamberg steht am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) im Fuchs-Park-Stadion das vielleicht wichtigste Spiel in dieser Saison auf dem Programm. In der Halbfinalbegegnung des bayerischen Verbandspokals mit dem Drittligisten SV Wacker Burghausen geht es um nicht mehr und nicht weniger als um den Sprung in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Aus diesem Grund bezeichnet Bambergs Trainer Dieter Kurth das Halbfinale gegen Burghausen als "unser Spiel des Jahres". Allerdings geht Kurth in diese Begegnung wiederum mit einer hohen Hypothek. Bereits am vergangenen Wochenende musste er verletzungsbedingt auf vier seiner Stammspieler verzichten, hinzu kam bei der 0:4-Pleite gegen den TSV 1860 München II der Muskelfaserriss von Innenverteidiger Johannes Bechmann. Auch der für ihn eingewechselte Josef Pickel musste das Feld des Grünwalder Stadions wegen muskulärer Probleme vorzeitig verlassen.

Dennoch lautet die Bamberger Devise: "Wir wollen gewinnen! So eine Chance kriegt man so schnell nicht wieder." Ein Sieg nämlich würde in der angespannten finanziellen Situation überaus gut tun, winkt doch mit dem Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals eine sechsstellige Summe.

Auf diese hat es jedoch auch Wackers Präsident Hans Steindl abgesehen: "Dieses Spiel ist enorm wichtig für die Finanzierung der kommenden Saison." Er fordert: "Alle Spieler müssen nochmals ihr Bestes geben." Auch, um eine weniger gute Saison in der dritten Liga versöhnlich abzuschließen. Dort nämlich hat die Mannschaft von Trainer Frank Thömmes nach der 0:1-Niederlage am 8. Mai gegen Aufsteiger Osnabrück letztendlich mit dem 17. Platz den viertletzten der Spielklasse belegt. Mit 64 Gegentoren kassierte der SVW dabei die zweitmeisten der Liga. Vor allem auswärts lief es für die Burghausener nicht besonders: In 19 Begegnungen erreichten sie lediglich drei Siege bei fünf Remis und elf Niederlagen. Gerade einmal 14 ihrer insgesamt 46 Zähler holten sie auf fremden Platz - weswegen die Bamberger durchaus Hoffnung schöpfen dürfen.

Für sie wird das Halbfinale gegen Burghausen ein Heimspiel im Fuchs-Park-Stadion. Ursprünglich sollte das Spiel, wie gegen Weiden auch, der geringeren Kosten wegen auf der Breitenau ausgetragen werden. Nun aber muss die Begegnung aus Sicherheitsgründen im Fuchs-Park-Stadion stattfinden. "Aus Burghausen sollen an diesem Werktag über 100 gegnerische Fans kommen, die den Sicherheitsstufen B und C angehören sollen. Wir können uns das zwar nicht vorstellen, müssen uns aber hier den Anordnungen der Sicherheitsbehörden beugen und deshalb die Begegnung in das Fuchs-Park-Stadion verlegen", so Manager Jan Vetter. Da der FCE wenige Zuschauer erwartet, bleibt die Gegengerade geschlossen.

Sollten die Bamberger verlieren, ist in Sachen DFB-Pokal das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sollte Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt im zweiten Halbfinale beim SSV Jahn Regensburg gewonnen haben, spielt der Verlierer der Begegnung gegen Regensburg um den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Abteilungen werden informiert


Der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm lädt nach der Pokalpartie die Abteilungsleiter zum Informationsgespräch ein. Das lässt der FCE auf seiner Internbetseite wissen. "Mit Volker Böhm haben wir einen Ansprechpartner, der nicht nur abwickelt. Vielmehr ist ihm daran gelegen, die Abteilungen, Mitarbeiter und in Kürze auch die Mitglieder zu informieren", so Manager Vetter. Der FCE-Vorsitzende Holger Eckert: "Der Verein besteht aus vielen Menschen. Es ist wichtig, dass alle über die aktuellen Sachstände und die weitere Vorgehensweise informiert werden. Wir begrüßen dies ausdrücklich."

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