Der FC Eintracht sagt servus
28.05.2010
Von: Sebastian Martin ![]()
Fußball-Regionalliga Sein letztes Spiel in der Fußball-Regionalliga bestreitet der 1.FC Eintracht Bamberg am Samstag um 14 Uhr beim SSV 1846 Ulm. Trotz unsicherer Zukunft soll ein versöhnlicher Abschluss gelingen.
Motivation für das letzte Spiel
Nach einer schwierigen Saison wollen sich die Bamberger heute so oder so mit einem engagierten Auftritt verabschieden. "Das Spiel in Ulm ist nochmal genug Motivation für die Spieler, in diesem tollen Stadion", sagt Trainer Dieter Kurth. Die Woche über habe die Mannschaft voll trainiert, denn selbstverständlich wolle man sich ordentlich präsentieren und eventuell sogar mit einem Dreier in die Domstadt zurückkehren.Der Sportliche Leiter Gerd Schimmer zeigt sich traurig über die zurückliegenden Ereignisse, spricht aber von "einem Highlight zum Saisonabschluss, das die Spieler alle mitnehmen wollen." Allerdings wird nicht die komplette Garnitur auflaufen, denn "es ist nicht nur das letzte Regionalligaspiel, sondern auch für die zweite Mannschaft ein sehr wichtiger Tag" (Schimmer). Der Verbleib in der Landesliga ist für die Zweite noch nicht gesichert. Das hat auch Auswirkungen auf die Erste: Würde Letztere das Spielrecht für die Bayernliga nicht bekommen, könnte die zweite in der nächsten Saison zur ersten Mannschaft werden. "Es werden aus diesem Grund einige Spieler für die Zweite auflaufen", bestätigt Kurth. Die Unsicherheit darüber, wie es weiter geht, soll am letzten Spiel dennoch nicht stören, wie auch die Mannschaft seit längerem mit dem finanziell bedingten Abstieg zurecht kommen musste: "Wir haben uns schon früh gesagt, wir genießen das jetzt die letzten Wochen", sagt Torwart Stephan Essig. Als Mitglied des Spielerrates zieht er vor der Truppe den Hut: "Der Zusammenhalt war super, das verdient großen Respekt." Wie auch die Arbeit der Trainer Christoph Starke und Dieter Kurth von der Mannschaft gewürdigt würde.
Peter Heyer nach Erlangen
Dennoch werden sich die Spieler in Ulm auch für andere Vereine attraktiv machen wollen. Vetter: "Das Spiel hat sicher Bedeutung, da jeder seine Visitenkarte für andere Vereine abgeben will." Denn Gespräche von Vereinsseite wurden durch die Unklarheit über das Insolvenzverfahren nach Angaben des Managers noch nicht geführt. Essig bestätigt, dass es von Seiten der Spieler "natürlich Gespräche mit anderen Vereinen gibt". Allerdings stehe in seinem Fall noch nichts fest. Ein Verbleib bei der Eintracht ist für den Torhüter eine Option, denn: "Ich habe ja noch Vertrag." Anders sieht es bei Torjäger und Kapitän Peter Heyer aus. Er hat bereits beim Bayernligisten FSV Erlangen Bruck zugesagt. Da es für den heutigen Gegner SSV Ulm auch um nichts mehr geht (6. Ligaplatz), kann ein gutes Abschiedsspiel erwartet werden, denn beide Mannschaften können befreit aufspielen. Und wer weiß: Vielleicht muss der eine oder andere beim 1. FC Eintracht doch ein Tränchen verdrücken. Denn wenn Wehen-Wiesbaden II zu Hause gegen Meister VfR Aalen verliert und die Bamberger gewinnen, wäre der sportliche Nichtabstieg doch noch perfekt, hätte der Verein keinen Insolvenzantrag gestellt. Als 16. hätte der FC Eintracht dann die Klasse gehalten, die Absteiger hießen dann SSV Reutlingen (ebenfalls wegen Insolvenzanmeldung), Alzenau und Wehen-Wiesbaden II.
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