DJK-Damen nicht in meisterlicher Form
12.02.2012
Ort: Bamberg Von: Sebastian Hader ![]()
Basketball Die Siegesserie der Bamberger DJK-Damen in der 2. Liga Süd ist mit dem 59:61 gegen München gerissen. Neuzugang Samantha Leach setzt bei ihrem ersten Einsatz gute Akzente.

Verfolgt von der Münchnerin Hanna Eitel (l.) zieht die Neu-Bambergerin Samantha Leach zum Korb. Sie steuerte auf Anhieb 13 Punkte bei, konnte die Niederlage am Samstag aber auch nicht verhindern. Fotos: sportpress
Für lange Gesichter sorgte auf Bamberger Seite jedoch weniger die erste Liga-Pleite nach gut zehn Monaten, als vielmehr die Art ihres Zustandekommens. "Wir haben wohl gedacht, dass es schon irgendwie geht, aber hatten diesmal eben das schlechtere Ende für uns", musste Dauer nicht lange nach den Gründen für die Niederlage suchen. "Wir waren in der Verteidigung und im defensiven Rebound viel zu passiv und im Angriff zu statisch. Kurzum: Wir haben viel zu wenig investiert und dafür die Quittung bekommen. München hat die Partie am Ende absolut verdient gewonnen."
Symptomatisch für das Spiel der Gastgeberinnen war nicht zuletzt die Schlusssequenz: Während der Angriff der DJK-Damen beim Stande von 59:59 und 14 Sekunden auf der Uhr nach einem riskanten Anspiel in einem Ballverlust endete, verwandelte im Gegenzug die bis dahin eher unauffällige Ex-Nationalspielerin Magdalena von Geyr eiskalt zum umjubelten Sieg der Münchnerinnen.
Im Bamberger Lager saß die Enttäuschung entsprechend tief. Nicht zuletzt bei der neu verpflichteten Samantha Leach, der Dauer jedoch einen gelungenen Einstand attestierte: "Man hat gesehen, dass ihr noch ein wenig die Bindung fehlt, aber man durfte angesichts der Umstellung auf die europäische Spielweise auch nicht zu viel von ihr erwarten. Sie hat angedeutet, was sie kann und wir werden auch noch mehr von ihr sehen. Für den Anfang bin ich sehr zufrieden." Nach nur zwei vollen Trainingseinheiten stand die 22-jährige US-Amerikanerin bereits in der Startformation und rechtfertigte ihre Nominierung mit starken Phasen im ersten und letzten Viertel. Auch sie konnte trotz ihrer 13 Punkte und fünf Rebounds die sich ab Mitte des dritten Viertels abzeichnende Niederlage nicht verhindern.
Zur Pause trotz optischer Überlegenheit der Münchenerinnen noch knapp in Front (29:27), lief die DJK ab der 25. Min. einem Rückstand hinterher. Zum einen, weil sich die gedankenschnellen Damen aus der Landeshauptstadt immer wieder Offensivrebounds und freie Bälle erkämpften. Zum anderen, weil Nicole Schmidt, die Topwerferin aus dem Hinspiel, elf ihrer insgesamt 14 Zähler im dritten Durchgang erzielen und somit den Vorsprung ihres Teams zwischenzeitlich auf acht Punkte ausbauen konnte (31:39). Gute Aktionen von Samantha Leach brachten die DJK im Schlussviertel zwar immer wieder in Schlagdistanz, doch erst zu Beginn der letzten zwei Minuten gelang es Alina Hartmann, auf 53:52 zu verkürzen.
Fortan wechselte die Führung mit jedem Ballbesitz, ehe die DJK-Damen einen erfolgreichen Abschluss der Jahn-Korbjägerinnen innerhalb der vorgeschriebenen 24 Sekunden verhindern und sich damit in eine gute Position für die letzten 14 Sekunden bringen konnten. Bezeichnenderweise schafften es die Bambergerinnen aber nicht, einen guten Wurf zu kreieren. Stattdessen traf von Geyr den Titelverteidiger im schnellen Gegenzug mitten ins Herz.
"Die Fehler waren offensichtlich, und die werden wir versuchen abzustellen. Durch die vielen Rochaden der letzten Wochen müssen wir uns als Team wieder neu finden. Im 15. Spiel die erste Niederlage zu kassieren, ist allerdings keine so schlechte Bilanz", sieht Dauer nicht zur Gänze schwarz.
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