Die Indianer sollen sich ängstigen

09.02.2012   Ort: Schweinfurt     Saale-Zeitung

Eishockey Mighty Dogs starten ihre Mission Oberliga mit Heimspiel gegen Memmingen. Sonntag tritt Schweinfurt in Weiden an.


Auftakt-Bully in der Zwischenrunde zum Aufstieg in die Oberliga: Die Schweinfurt Mighty Dogs (weiße Trikots) empfangen am Freitag, 10.2., um 20 Uhr die Memmingen Indians. Foto: Horling
Das Schaulaufen der Top-Scorer geht in seine nächste Runde. Mit jeweils 58 Punkten schlossen Brendan McLaughlin (Memmingen), David Musial (Weiden) und Ron Newhook (Sonthofen) die Hauptrunde ab, auf 57 Punkte kommen Mikhail Nemirovsky (Schweinfurt) und Markus Vaitl (ebenfalls Sonthofen). Sie alle spielen mit ihren Teams nun um den Aufstieg in die Oberliga. McLaughlin und Musial sind gleich mal die direkten Kontrahenten von "Nemo". Denn die Mighty Dogs starten am Freitag, 10.2., (20 Uhr) gegen Memmingen und am Sonntag, 12.2. (18.30 Uhr) in Weiden gleich mal mit zwei Knallern in die nur sechs Partien andauernde Zwischenrunde.
Der Modus ist klar: Nur die jeweils zwei besten Mannschaften der zwei Gruppen spielen danach im Halbfinale um den Aufstieg. Für die in der Hauptrunde überragenden Schweinfurter bedeutet das, dass schon die kleinste Schwächephase alle Träume von der Oberliga beenden könnte. Da passt es nicht gerade, dass die personelle Lage suboptimal erscheint. Mark Dunlop und Martin Dürr fallen mit Sperren am Freitag aus, Dürr hat zudem Probleme mit dem Knie. Michéle Amrhein kann nach einer straken Prellung zwar wieder auflaufen, Jens Feuerfeil und Beppi Eckmair lagen jedoch Mitte der Woche mit grippalem Infekt flach. Bei beiden ist der Einsatz äußerst fraglich.
Der Ansatz einer Eishockey-Euphorie könnte das jedoch wett machen. "Die Zugriffszahlen auf unsere Homepage sind sensationell", sieht Steffen Reiser das als Indikator für Interesse. "Auch Medienanfragen nehmen massiv zu", weiß der Sportdirektor. "Die Freude auf die Mannschaft und die Hoffnung, dass sie was erreichen kann, ist einfach rundum zu spüren."
Dass es nun in drei bis maximal sieben Wochen um alles oder nichts geht, lässt Reiser recht cool. "Auch am letzte Wochenende war Druck da, da wir den ersten Platz unbedingt wollten, um für die mögliche Halbfinal- und Finalserie garantiert Heimrecht zu haben. Zudem haben wir unter Druck immer unsere besten Spiele abgeliefert. Das Quäntchen Konzentration, das uns manchmal fehlt, wird dadurch automatisch herausgekitzelt werden. Bei den Jungs in der Kabine kribbelt es schon, das ist ein sehr gutes Zeichen", strahlt er. Kein schlechtes Vorzeichen muss es sein, dass die Memminger Indians in dieser Saison bislang die einzige Mannschaft waren, die im Icedome gewann. "Das Spiel vom Dezember ist abgehakt. Die Memminger wissen selbst, wie glücklich der Sieg damals war." Auf dem offiziellen Plakat zum Match ist ein kleiner Indianer zu sehen, der voller Ehrfurcht auf einen riesigen und Angst einflößenden Hundekopf zeigt. Die Schweinfurter demonstrieren Selbstbewusstsein.
Am Sonntag möchten die Mighty Dogs den Weidenern keine Revanche ermöglichen. Erst am 20. Januar mussten die Blue Devils die Schmach einer 0:7-Heimniederlage ertragen. "In Weiden werden die ersten Spielminuten wichtig sein. Haben wir da ein oder zwei Erfolgserlebnisse, wird die Situation für die Gastgeber mental sehr sehr schwer", glaubt Steffen Reiser.


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