Visuelles Fest für Nostalgiker

08.09.2011   Ort: Würgau     Saale-Zeitung

Motorsport Bei der Würgauer Bergprüfung lebt historisches Ambiente wieder auf. Vor den Toren Bambergs bestaunen die Zuschauer echte Raritäten in einwandfreiem Zustand.


Ein Juwel: Fiat 501 S Corsa, 1490 ccm, 28 PS, Baujahr 1924. Foto: Christian Schmidt
Alle zwei Jahre befindet sich der sonst so beschauliche Ort Würgau im Rennfieber. Mehr als einhundert historische Rennwagen und Rennmotor räder kämpften anlässlich der Würgauer Bergprüfung 2011 um den begehrten goldenen Siegerkranz. Ziel des 1. Bamberger Automobil-Clubs ist es, ein zeitgenössisches Starterfeld auf die ehemalige Rennstrecke des 1. BAC zu bringen und das Ambiente der damaligen Autorennen wieder aufleben zu lassen. Bereits von 1909 bis 1933 war der Berg Schauplatz spektakulärer Rennen. Auch wenn das letzte Rennen bereits über 75 Jahre zurück liegt, ist es in den Köpfen der Bevölkerung noch bestens präsent: So strömen alle zwei Jahre tausende begeisterte Zuschauer zum Berg.
Dass die Bamberger sich Gedanken um Planung und Umsetzung machen, sieht man in den Regelungen und Bestimmungen. Zugelassen werden nur Edwardians (englische Sportwagen), historische Sportwagen, GT-Fahrzeuge, Tourenwagen, ein- und zweisitzige Rennwagen der Baujahre bis 1989. Besonderer Wert gelegt wird vor allem auf originale und technisch einwandfreie Rennfahrzeuge, mit denen auch in ihrer damaligen Bestimmungszeit Wettbewerbe bestritten wurden. Allerdings werden auch Ausnahmen gemacht: So wird bei besonders interessanten und seltenen Sportwagen die Baujahresgrenze außer Acht gelassen.
Austragungsort in der Fränkischen Schweiz ist immer wieder der Berg in Würgau vor den Toren Bambergs. Für die Veranstaltung wird die B22 ab Würgau für den gesamten Tag gesperrt. "Der besondere Reiz dieser Strecke liegt darin, dass diese exakt der Rennstrecke von damals entspricht", erzählt Christian Schmidt. "Es ging definitiv um eine schöne Präsentation der Fahrzeuge, nicht um einen Geschwindigkeitsrekord. Es waren wirklich sehenswerte und sehr seltene Fahrzeuge dabei", so der 37-jährige Hobby-Fotograf, im Motorsportclub (MSC) Sulzthal für den Internet-Auftritt verantwortlich.
Der Ausrichter begrenzt bei jedem Rennen die Starterzahl. So werden nicht mehr als 110 Teilnehmer zugelassen. Das überbuchte Starterfeld aus ganz Europa wird drastisch eingeschränkt: Nicht jeder erhält den Zuschlag. Es kommen nur wirkliche Klassiker und äußerst sehenswerte Fahrzeuge auf die Rennstrecke. spion




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