Oberliga-Aufstieg winkt als Lohn

06.02.2012   Ort: Schweinfurt     Saale-Zeitung

Eishockey Die Schweinfurter Mighty Dogs empfangen zum Auftakt der Aufstiegsrunde ihren Angstgegner Memmingen Indians.


Allen Grund zum Jubeln haben die Mighty Dogs, die nach ihren Siegen gegen Sonthofen und in Bayreuth die Hauptrunde mit 73 Punkten als Tabellenführer beendeten. Foto: stt
71 Punkte holten die Erdinger letzte Saison aus den 30 Hauptrundenpartien der Eishockey-Bayernliga. Das war schon eine glänzende Ausbeute für den späteren Aufsteiger. Doch nun schafften die Mighty Dogs 73 von 90 möglichen Zählern und lieferten das beste Ergebnis ab seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel. Mit den Siegen am Wochenende gegen Sonthofen und in Bayreuth unterstrichen die Schweinfurter ihre glänzende Verfassung und ihre Ambitionen, heuer schon den Sprung in die Oberliga zu schaffen. 34 von 45 möglichen Zählern auswärts sind eine überragende Ausbeute.
Zuhause unterlagen die Unterfranken lediglich gegen Memmingen. Ausgerechnet die Indians, die seit Monaten schon in einer bestechenden Form sind, gastieren zum Auftakt der Zwischenrunde am Freitagabend im Icedome. "Die haben seit dem achten Spieltag eine Riesenserie hingelegt. Das ist ein ganz dicker Brocken, aber ein hoch attraktiver Gegner. Und wir haben etwas gutzumachen", spürt Sportdirektor Steffen Reiser einerseits Vorfreude auf kommenden Freitag, andererseits eine langsam immer mehr aufkommende Eishockey-Euphorie in und um Schweinfurt. Einigermaßen steigende Temperaturen gepaart mit zahlreichen Memminger Schlachtenbummlern sollten zum Start in die heiße Phase für wiederum gut gefüllte Ränge sorgen.
"Auch Weiden ist nicht ungefährlich, muss man auf der Rechnung haben, auch wenn wir dort kürzlich erst 7:0 gewonnen haben", erinnert sich Reiser an enge Partien letzte Saison in der Zwischenrunde. "Und Königsbrunn ist sicherlich der Gegner, den man einfach bezwingen muss. Doch angeschlagene Hunde sind immer gefährlich", weiß der Sportdirektor um Pinguine, die sich zwar von beiden Ausländern trennten, ohne Kontingentspieler antreten, die am Sonntag aber trotzdem acht Tore gegen Pfaffenhofen schossen. Weiden netzte gegen Dorfen gar elf Mal ein, Memmingen erzielte sechs Treffer in Germering. Die Gegner sind also allesamt gut in Schuss. Doch mit Sonthofen, Bayreuth, Miesbach und Peißenberg klingt die andere Aufstiegsrunden-Gruppe fast noch gefährlicher.
"Wir haben verdient als erste Mannschaft überhaupt in Bayreuth gewonnen", strahlt Steffen Reiser über die aktuelle Form. Sorgen bereiten freilich zwei Sperren und zwei Verletzungen. Mark Dunlop und Martin Dürr dürfen am Freitag gegen Memmingen nicht auflaufen. Dürrs Knie hat bei einem Zusammenprall vielleicht wieder größeren Schaden erlitten. Im Verlauf der nächsten Tage dürfte Klarheit herrschen, ebenso in Sachen Michéle Amrhein, der sich am Freitag das Wadenbeinköpfchen stark prellte. Am nächsten Wochenende sind größere Kraftakte nötig, um das erste Drittel der Runde gut zu überstehen.
Übrigens: Zu allen Auswärtsspielen in der Zwischenrunde soll auf jeden Fall ein Fanbus eingesetzt werden. Da alle Spiele an einem Sonntag statt finden, hofft Organisator Ralf Michel auf eine große Resonanz und bittet um zahlreiche Anmeldungen schon jetzt per Telefon (0171 / 8 36 30 53). Kommenden Sonntag geht es nach Weiden, jeweils eine Woche später dann nach Königsbrunn und zum Abschluss nach Memmingen. Dass alle drei Schweinfurter Heimspiele jeweils Freitagabend stattfinden, gefällt freilich denjenigen Fans nicht, die Schichtarbeiter sind oder die bereits Karten für Faschingsveranstaltungen erworben haben. "Letztes Jahr gab's noch einen Wechsel. Aber es ist halt so. Das hat Vor- und Nachteile", weiß Steffen Reiser.


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