Die Chronikdes HSC 2000
HSC 2000 Coburg Neuses, ein neuer Verein!
Mit der Gründung eines neuen Vereins durch die HSG (bestehend aus den Handballabteilungen des tvk, TV 48 und der Coburger Turnerschaft) und dem TV Neuses wurde ein völlig neues Konzept verfolgt, in dem keine Vereine "fusionieren" sondern eine neue, gemeinsame Spitze gebildet wird.
Das Ziel ist es, über einen Zeitraum von 3 Jahren mindestens eine höherklassige Mannschaft in Coburg dauerhaft spielen zu lassen. Unberücksichtigt davon wird die Jugendarbeit in den Stammvereinen unterstützt und koordiniert, ja es ist sogar möglich, später wieder eigene Männermannschaften in den Vereinen zu melden. Basis für die Umsetzung dieser "Idee" war zuerst die Bildung einer kompetenten und engagierten neuen Vorstandschaft. Viele Stunden wurde im Vorfeld an der Umsetzung der Ideen gefeilt, und alle Unwägbarkeiten konnten nach und nach ausgeräumt werden.
Eine wichtige Voraussetzung für alle diese Aktivitäten war, daß die Akzeptanz bei den Aktiven vorhanden ist. So wurde in einigen Besprechungen im Vorfeld mit den Spielern auch die sportliche Umsetzung klar definiert, denn es war wichtig, daß jeder, der dies auch möchte, sich der sportlichen Herausforderung stellen kann.
Wer diese Herausforderung nicht annahm, wechselte - aus welchen Gründen auch immer - zu anderen Vereinen außerhalb Coburgs. Dies war eine sehr geringe Zahl von Spielern, so daß das restliche Potential 6 Männermannschaften locker füllt. Wenn alle Mannschaften des HSC, TVN und der HSG zusammengenommen werden, sind dies die meisten in Bayern zum Spielbetrieb zugelassenen.
Inzwischen hat sich der HSC 2000 Coburg Neuses - gerade einmal sechs Monate alt - toll entwickelt. In einer langen Vorbereitungsphase hat das "Baby" HSC bereits laufen gelernt und einigen Mannschaften Beine gemacht. Jetzt gilt es aber, den Gegnern in den Punktspielen die Zähne zu zeigen. Einige werden darauf warten, daß sich "Baby" HSC auf den Hosenboden setzt, sprich nicht gut in die Saison startet.
Im Großen und Ganzen sind die Verantwortlichen mit dem bislang Geschaffenen zufrieden. Das Aushängeschild soll eben die 1. Mannschaft werden und die 2. Mannschaft soll das Potential zum Aufrücken beherbergen. Mit Gründung des HSC 2000 Coburg Neuses ist ein langgehegter Wunsch vieler Coburger Handballfunktionäre in Erfüllung gegangen. Mehr als 20 Jahre, in denen das noch ungeborene Kind aufgrund oftmals kurzsichtiger Vereinsinteressen immer wieder in den Brunnen fiel, sind seit dem ersten Anlauf vergangen. Fast zu lange hat es gedauert, laufend sind talentierte Jugendspieler zu höherklassigen Vereinen nach Erlangen und Bad Neustadt abgewandert.
Lorenz Funk, ehemaliger Bundesliga-Trainer des HSV Suhl, 1997 ebenfalls auf Talentsuche, als er das A-Jugend-Endspiel um die Bayerische Meisterschaft zwischen der HSG Coburg und dem TSV Friedberg verfolgt, war restlos begeistert:"Was der Coburger Handball leistet ist sensationell, wie 2. Bundesliga. Vielleicht sogar noch ein bißchen lauter als bei uns damals. Eine Bundesligamannschaft wäre gerade für diese Region sehr gut, weil weit und breit nichts ist."
Und noch einmal vergingen drei Jahre, ehe die letzten Vereinseitelkeiten über Bord geworfen wurden. Doch die Aufgabe von Bisherigem bedeutet immer einen Neuanfang. Den hat Handball-Coburg im Jahr 2000 endlich geschafft und die Zielsetzung ist klar. Auf dem Soielfeld das schaffen, was das Publikum in und um Coburg herum schon lange ist - bundesligareif. Und dann lebt die Faszination Handball in der Vestestadt wohl erst so richtig auf.




















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