Volldampf gegen das Lok-Team

26.01.2012   Ort: Coburg     Coburger Tageblatt

3. Handball-Bundesliga Ost Auch gegen den Eisenbahnersportverein Lokomotive Pirna hat der HSC 2000 Coburg noch eine Rechnung offen. Der Spielerkader wird nach der Verletzung von Sebastian Kirchner mit Reserve-Coach Ralf Baucke bei einem "Käffchen" festgelegt.


Dejan Dobardzijev kennt kein Pardon. Der Rückraumspieler geht dorthin, wo es weh tut. Er steckt ein und teilt aus. Von der aggressiven Spielweise des mit "allen Wassern gewaschenen" Profis profitierte der HSC zuletzt immer öfters, obwohl der Serbe auch immer wieder Zeitstrafen in Kauf nehmen muss. Foto: Albert Höchstädter
Locker. Richtig locker waren die Handballer des HSC 2000 Coburg am Samstag nach dem Auswärtssieg gegen Münden. Laut lief die Musik nach der Partie in der Coburger Kabine und zu den Klängen von Tom Schillings "Terra Titanic" oder Matthias Reims "Verdammt ich lieb Dich" versuchten sich die Sieger als Sänger.

Dem Zuhörer vor der Kabine war schnell klar, dass sie doch besser beim Handballspielen bleiben sollten. Aber am Samstagabend gäbe es nach einem möglichen Sieg ja erneut eine Gelegenheit zum Üben. Zu Gast ist der ESV Lok Pirna und da haben die Coburger noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel war der HSC gänzlich ohne Siegchance und die Mannschaft entging damals gerade noch so einem drohenden Debakel.

"Das war das schlechteste Spiel unserer Mannschaft, das ich den letzten zehn Jahren gesehen habe", so äußerte sich damals Edgar Bischof, einer der vielen mitgereisten Fans, die sich auf den Weg in die sächsische Schweiz gemacht hatten.
Beim Jubeln die Bänder gerissen


Auch HSC-Coach Hrvoje Horvat denkt ungern zurück: "Da haben wir nach 15 Minuten das Handballspielen aufgehört". Heute hat der Coach aber ganz andere Sorgen, denn seine Verletztenliste hat sich verlängert. Sebastian Kirchner ist beim Jubeln nach seinem Tor in der Schlussphase auf den Fuß von Kenny Schramm getreten und hat sich einen Bänderriss zugezogen. Er fällt drei bis vier Wochen aus. Dies ist umso gravierender, weil auf der linken Außenbahn bereits Hajck Karapetjan verletzt ist, die Alternativen rar sind und die 2. Mannschaft nahezu zeitgleich beim Bayernligazweiten TuS Fürstenfeldbruck gastiert.

Also eine verzwickte Situation für den HSC. Horvat hat schon eine Lösung parat: "Ich werde das bei einem "Käffchen" mit Reserve-Trainer Ralf Baucke klären." Für beide HSC-Trainer ist klar, dass die zweite Mannschaft unbedingt die Klasse halten muss. "Wir werden Woche für Woche neu darüber entscheiden, auf was wir die Prioritäten legen." Zur Debatte für einen Einsatz in der Ersten stehen Andreas Wolf, Mike Weißbrodt und Christoph Schuhmann.

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