FCE gibt Abschiedsvorstellung im Stadion

21.05.2010     inFranken.de

Fußball-Regionalliga Der Fußball-Regionalligist 1. FC Eintracht Bamberg lädt zu seinem letzten Auftritt im Fuchs-Park-Stadion ein. Im Kellerduell empfängt er am Samstag um 14 Uhr den SV Darmstadt.


In der Hauptkampfbahn, wie die Bamberger Stadion-Wettkampfstätte auch genannt wird, findet das letzte Heimspiel des 1. FC Eintracht Bamberg in der Regionalliga-Saison 2009/2010 statt. Foto: sportpress
Bamberg — 5000 Zuschauer strömen am Samstagnachmittag ins Bamberger Fuchs-Park-Stadion. Bereits während der ersten Hälfte müssen die freiwilligen Helfer Nachschub in Sachen Bier und Bratwürste besorgen. Die zahlreichen Sicherheitskräfte haben alle Hände voll zu tun, um das euphorische Publikum im Auge zu behalten. Im letzten Heimspiel des 1. FC Eintracht Bamberg in der Fußball-Regionalliga Süd können die Violetten jede Unterstützung gebrauchen, schließlich geht es in der Partie um den Klassenerhalt. Gegner ist ausgerechnet der SV Darmstadt, der mit vier Zählern Vorsprung derzeit den viertletzten Rang der Spielklasse belegt und sich wie die Mannschaft von Trainer Dieter Kurth mitten im Abstiegskampf befindet. Ein absolutes Endspiel also, denn bei einer Niederlage stünde es um den Ligaverbleib schlecht.

Eine schöne Vorstellung, doch leider nicht die Realität. Die Bamberger stehen wie die Mannschaft von Kurths Sohn, der SSV Reutlingen, bereits als Absteiger fest. Dennoch regiert beim Bamberger Trainer der sportliche Ehrgeiz: "Das ist unser letztes Heimspiel, da wollen wir noch einmal eine gute Leistung zeigen, um diese Saison ordentlich abzuschließen. Nach der Partie am Mittwoch war es nicht einfach, den Alltag wieder rein zu bringen. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, der Gegner aber hat aus drei Chancen zwei Tore erzielt, wir keines" hadert Kurth mit der 0:2-Niederlage im Pokal gegen den SV Wacker Burghausen. "Trotz allem wollen wir uns gegen Darmstadt weiter herankämpfen. Mit einem Sieg können wir bis auf einen Punkt Differenz verkürzen." Denn immer noch gilt es, den Klassenerhalt zumindest auf sportlicher Ebene zu schaffen: "Das war immer mein Ziel", zeigt sich Kurth weiterhin kämpferisch.

Auch Kurths Gegenüber Kosta Runjaic ist ehrgeizig. Deshalb hat der Trainer von Darmstadt 98 die Zügel in dieser Woche auch nicht schleifen lassen. Und das, obwohl nach dem Bamberger Insolvenzantrag aus Sicht der Hessen in Sachen Klassenerhalt nichts mehr schiefgehen kann. "Wir wollen uns auch sportlich den Klassenerhalt sichern. Dafür würde mir in Bamberg ein Punkt reichen", sagt Runjaic, im Hinterkopf das letzte Saisonspiel gegen Tabellenschlusslicht Alzenau. Sollten die Darmstädter beim FC Eintracht nicht gewinnen, wären sie die einzige Mannschaft aller Regionalligen ohne Auswärtssieg in dieser Saison.

Für Dieter Kurth gilt es aber auch, die zweite Mannschaft zu unterstützen. "Wir werden Spieler abstellen", so Kurth. Immerhin geht es in deren Spiel gegen DVV Coburg um den Verbleib in der Landesliga.




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