Bamberg macht die Giants klein

14.03.2010     inFranken.de

Basketball Am Ende des dritten Viertels zogen die Brose Baskets mit einer aggressiven Verteidigung den Düsseldorfern den Zahn und feierten einen klaren 90:68-Erfolg. Die Gäste unterbanden mit vielen Fouls den Spielfluss.


Neuzugang Marc Worthington spielte sich mit einer guten Verteidigung in den Vordergrund Fotos: sportpress
90:68 – das klingt nach einer klaren Angelegenheit für die Brose Baskets, die war es aber lange Zeit nicht. Bis zum 50:50 (27. Minute) erwiesen sich die Giants wie schon im Hinspiel als unbequemer Gegner, der mit seinen vielen Fouls (37) bei den Bamberger jeglichen Spielfluss verhinderte. "Aber dann hat Bamberg in der Verteidigung viel intensiver gespielt und unser Angriff war nicht mehr effektiv. Das war der Grund für den Bamberger Erfolg", analysierte Eric Taylor, der vor vier Wochen noch das Brose-Trikot getragen hatte und ebenso wie Koko Archibong mit viel Beifall empfangen worden war, die Partie. "Ich habe gegen mein Team gespielt, aber ich habe mit Düsseldorf jetzt ein neues. Und ich werde hart für die Giants arbeiten. Den Brose Baskets wünsche ich viel Erfolg. Ich glaube, das wird ihr Jahr", schwingt in Taylors Worten ein bisschen Wehmut mit.

Nach einem guten ersten Viertel (20:12), in dem Tibor Pleiß (7 Punkte) und vor allem Anton Gavel (11) die Akzente setzten, erkämpfte sich Düsseldorf mit einem 18:4-Lauf gegen Bambergs zweite Fünf die erste Führung (29:31). "So etwas darf uns nicht passieren, daran müssen wir arbeiten", betont Anton Gavel, war dann aber mit der zweiten Halbzeit zufrieden: "Wir haben uns gesteigert und noch deutlich gewonnen."

Die Giants glichen zwar noch einmal zum 50:50 aus, doch dann rührten die Brose Baskets in der Verteidigung Beton an und zogen in den folgenden zehn Minuten unaufhaltsam auf 75:54 davon. "Ausschlaggebend war die gute Verteidigung, wobei vor allem Mark Worthington extrem energisch zur Sache gegangen ist. Anfang des letzten Viertels haben uns dann unsere Leistungsträger Casey Jacobsen und Peja Suput getragen", schildert Trainer Chris Fleming die Partie, in der er auf Brian Roberts (Leistenzerrung) verzichten musste.


Acht wichtige Ballgewinne


Mit jeweils vier Ballgewinnen zogen der Neuzugang aus Australien und John Goldsberry den Gästen den Zahn. Die Hausherren gingen jetzt mit der Konsequenz – wohl gemerkt fast ohne Fouls – zu Werke, die im zweiten Viertel ein wenig vermisst wurde.

"Die Partie war knapp bis ins dritte Viertel, dann haben wir den Faden verloren. Den Vorwurf, dass wir nicht gekämpft haben, kann man uns heute nicht machen. Aber wir haben nicht mit Kopf gekämpft. Bamberg hatte viel Freiwürfe mehr, so war es schwer, hier zu gewinnen", zog Hansi Gnad nach seinem ersten Spiel als Giants-Cheftrainer, in dem er mit Brendan Winters auf einen Leistungsträger verzichten musste, Bilanz.


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