Wunkendorfer haben Angst um ihre Katzen
05.11.2011
Ort: Wunkendorf ![]()
Verschwinden In Wunkendorf (Landkreis Lichtenfels) geht bei den Katzenfreunden die Angst um. Bereits zwölf Stubentiger sind in den vergangenen Wochen in dem Ort verschwunden. Niemand weiß, was tatsächlich mit ihnen passiert ist.

Auch Schrepfer gehört zu den Betroffenen. Sie und ihr Mann bangen um Karli, einen einjährigen graugetigerten Kater mit weißen Pfoten. Alle Fälle haben eines gemein: Die Tiere kamen von ihrem nächtlichen Freigang nicht mehr zurück und verschwanden im Umkreis von rund 100 Metern.
Ist Karli überfahren worden, vom Waidmann erschossen, einem Katzenjäger in die Hände gefallen oder lebt er gar noch? Es ist diese Ungewissheit, die Marion Schrepfer zur Verzweiflung treibt. Ihr und ihrem Mann ist Karli regelrecht ans Herz gewachsen. Die Wunkendorferin schwärmt "von einer liebevollen, anhänglichen Katze, die immer mit uns geschmust hat". Ihr Mann Gregor rühmt Karli als flinken Mäusenjäger, der sich jede Nacht erfolgreich auf Pirsch begeben habe.
Kater kam nicht mehr zurück
Der Tag, an dem ihr Liebling verschwand, wird den beiden wohl noch ein Leben lang in Erinnerung bleiben: "Es war ein Montag Mitte September, als unser geliebter Karli nicht mehr von seinem nächtlichen Jagdausflug zurückkam."
Beide sind Tierliebhaber vom Scheitel bis zur Sohle. Auch der zwölfjährige Mischling Chris fühlt sich bei den Schrepfers pudelwohl. "Wer ein Tier besitzt, hat einen Freund, mit dem man immer beschäftigt ist", sagt Gregor Schrepfer. Als Rentner habe er die Zeit, sich um seine tierischen Mitbewohner zu kümmern. "Wenn wir Brotzeit gemacht haben, saß Karli immer neben mir", denkt der 60-Jährige mit Wehmut zurück.
Er hat es nicht lange ohne Schmusetiger ausgehalten. Am vergangenen Samstag holte er sich im Lichtenfelser Tierheim eine neue Hauskatze. Bobby heißt sie. Sie ist genauso alt wie Karli und ebenfalls grau getigert. Nur noch nicht so anschmiegsam, wie ihr Vorgänger. Beim Versuch mit Bobby zu schmusen, bekommt Marion Schrepfer ein paar Kratzer ab. "Sie muss sich erst noch an ihr neues Zuhause gewöhnen", erklärt die Katzenliebhaberin, ehe sich ihr Stubentiger doch noch ein paar Streicheleinheiten gefallen lässt.
Angst vor weiterem Verlust
Gregor Schrepfer möchte aus Bobby einen Freigänger machen, der so wie einst Karli auf Mäuse Jagd macht. Bei diesem Gedanken wird seiner Ehefrau unwohl: "Ich habe Angst, dass ihm etwas zustößt."
Bei der Frage, was mit den zwölf Katzen passiert sein könnte, tappt das Ehepaar im Dunkeln. Dass die Tiere von Jägern erschossen wurden, hält Gregor Schrepfer für eher unwahrscheinlich: "Ich kenne den Jagdpächter sehr gut. Er hat mir versichert, dass in Wunkendorf keine Katzen geschossen werden."
Verdächtige Fahrzeuge, wie Kastenwagen oder Kombis, die oft in Verbindung mit Katzenfängern gebracht werden, sind den beiden nicht aufgefallen. Auch habe man keine bei einem Autounfall getöteten Tiere gefunden - weder auf der Straße noch auf einer der unzähligen Feldwege rings um Wunkendorf. Darauf angesprochen, ob andere Dorfbewohner etwas bemerkt hätten, zucken Marion und Gregor Schrepfer mit der Achsel.
Anzeige bei der Polizei haben die beiden bislang noch nicht erstattet. "Was soll das bringen?", fragt sich Marion Schrepfer. Sie erhoffen sich von einer Veröffentlichung in den heimischen Tageszeitungen Hinweise auf den Verbleib der Katzen. Das Ehepaar hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ihr Kater Karli einer andere Familie zugelaufen sein könnte. Marion Schrepfer wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich das rätselhafte Verschwinden bald aufklärt: "Damit die Ungewissheit endlich ein Ende hat."
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Kommentare
Hund
Bei uns macht das Nachbars hund,Stadt und Polizei jugt sowas nicht,obwohl der Hund und der Halter schon Öfters in der Presse wahren ......
Anzeige selbstverständlich, aber auch selbst „Kümmern“
Wenn die Katzen wirklich im Umkreis von 100 Metern verschwunden sind, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder handelt es sich um skrupellose Tierfänger, die geschickt vorgehen oder es stecken geistig degenerierte Nachbarn dahinter, die sich selbst an herumlaufenden Haustieren stören, was im ländlichen Bereich halt dazu gehört.
Für beide Möglichkeiten bietet sich der Vorschlag von Henner an. Der „Spazierstock“ darf dabei ruhig aus Buchenholz und etwas breiter im Durchmesser sein. Beide, sowohl ein evtl. professioneller Tierfänger als auch ein evtl. tierhassender Nachbar werden den „Wink“ mit dem Spazierstock dann hoffentlich verstehen.
Wunkendorfer haben Angst um Ihre Katzen
Wichtig wäre es, daß alle betroffenen Familien den Verlußt ihres Haustieres bei der Polizei als Haustierdiebstahl anzeigen, denn nur dann kann die Polizei auch Ermittlungen einleiten. Auch wäre es wichtig zu wissen, ob in diesem Zeitraum Altkleidersammlungen stattgefunden haben od. fremde Fahrzeuge,nächtliche Spaziergänger mit evtl.Rucksack u. Taschenlampe etc. aufgefallen sind. Tierdiebstahl besonders an Katzen ist leider an der Tagesordnung. MfG tabsi@gmx.de "Katzenpolizei"
Wie wäre es mit
nächtlichen Spaziergängen mit stzabilem Wanderstock um mal die Augen ein bißchen offen zu halten ?
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