Für keinen der Schüler wird es leicht werden
11.04.2010
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Schule Ein doppelter Abschlussjahrgang wird im kommenden Schuljahr von den bayerischen Gymnasien auf die Universitäten drängen. "Das werden rund 70 000 Schüler sein", sagt Werner Fischer, Schulleiter am Gymnasium Burgkunstadt.
Pioniere einer neuen Schulform
Die G8-Schüler dürfen sich dagegen als Pioniere einer neuen Schulform fühlen: "Vor allem klagen die Schüler über die hohe Zahl von 33 bis 38 Wochenstunden", betont Anna-Katharina Stöcker, Schülersprecherin der Q11. Vergleiche man das mit einer normalen Arbeit, sei die Belastung für die Gymnasiasten in der G8 stärker. Denn zur hohen Stundenzahl kämen ja auch noch Hausaufgaben, Schulaufgabenvorbereitung sowie das Lernen für Klausuren. Auch auf Referate würde viel Wert gelegt. Dazu käme ein Problem im ländlichen Raum: Die Wege zur Schule seien oft weit: "Wer vom Jura nach Burgkunstadt fährt, ist oft eineinviertel Stunden unterwegs." Dazu kommt: Das Gymnasium Burgkunstadt bietet wenig Platz für die neue Schulform: Als Aufenthaltsort für die großen Schüler gibt es einen mit Schränken abgeteilten Bereich am Treppenhaus im Untergeschoss: "Wir haben 770 Schüler, aber die Infrastruktur des Hauses im Bereich wie den Lehrerzimmern ist noch auf 350 Schüler ausgerichtet." Durch den erhöhten Bedarf an Seminaren und Intensivierungsstunden in der G8 würde der räumliche Vorteil wieder kompensiert, der durch den Wegfall einer ganzen Jahrgangsstufe entstanden sei. Und wie sieht der Schulleiter die inhaltlichen Änderungen im G8? "Das Prinzip ist grundsätzlich nachvollziehbar", meint er. Ungereimtheiten sieht er im Detail. "Die Stoffreduktion ist noch nicht so wie es wünschenswert wäre. Teilweise werden in einzelnen Jahrgangsstufen Stundenzahlen in Kernfächern gekürzt, die im Abi wichtig sind. "Und es geht an der Leistungskurve der Schüler vorbei, wenn Kernfächer wie Latein am Nachmittag unterrichtet werden. Wir müssten uns viel mehr am Ganztagsbetrieb an den Schulen in anderen Ländern orientieren."
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