Will sich jemand am Fischereiverein rächen?

03.02.2012   Ort: Kulmbach  Von: Stephan Tiroch  Bayerische Rundschau

Wilderei Ein Unbekannter legt im Schutz der Nacht Stellnetze an der Kieswäsch aus. Die Angler sind erbost über die Tierquälerei: "Eine Sauerei sondergleichen."


Still ruht der See - aber im Schutz der Dunkelheit treibt hier ein Tierquäler sein Unwesen. Der Unbekannte legt Stellnetze aus, in denen die Fische qualvoll verenden. Foto: Stephan Tiroch
Im Schutz der Dunkelheit treibt ein Wilderer an der Kieswäsch sein Unwesen. Er legt Stellnetze aus, in denen die Fische qualvoll verenden. Im vergangenen Jahr hat es drei solcher Vorfälle gegeben. "In den letzten drei, vier Jahren nimmt das massiv zu, das hatten wir früher nicht", berichtet Gewässerwart Gerd Suske und schimpft: "Tierquälerei, eine Sauerei sondergleichen."
Mit der Fischfalle hat der Wilderer Zander, Hecht und anderen Fischen nachgestellt. Das Netz ist 1,50 mal 1,50 Meter groß. Ein Holzstab sorgt dafür, dass es aufschwimmt, und eine einfache Eisenstange, wie sie auf Baustellen verwendet wird, hält das andere Ende des Netzes am Boden.
Die Fische verfangen sich mit Kiemendeckeln oder Flossen in den Maschen. Dann kommt ein langer Todeskampf. "Das kann Tage dauern", weiß der Gewässerwart.
Die Bauart der Fischfalle lässt die lizenzierten Angler vermuten, dass es sich um einen "Fachmann" handelt, der des Nachts sein Unwesen treibt. "Er braucht ein Boot und muss schon eine Ahnung haben", glaubt der Vorsitzende Oliver Pühlhorn, der es auch für möglich hält, dass sich jemand am Verein rächen will; einer, der vielleicht früher mal Mitglied war oder seinen Fischereischein verloren hat.
Beim Bezirksfischereiverein setzt man die größte Hoffnung auf die Mithilfe der Bevölkerung. Denn: "Wenn jeder ein bisschen aufpasst, dann haben wir mehr Chancen dem Wilderer das Handwerk zu legen."

Mehr über den Unbekannten an der Kieswäsch, über den Zorn der Angler und über die Frage, ob es auch in den hiesigen Wäldern Wilderer gibt, lesen Sie in der Wochenendausgabe der Bayerischen Rundschau.



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