MV Thurnau bietet ein schönes Potpourri
31.10.2010 Von: Tanja Schrenker
Herbstkonzert Haupt- und Jugendorchester des Musikvereins Thurnau präsentierten am Samstagabend ein erstklassiges Konzert, bei dem sie unter der Leitung des Dirigenten Heimo Bierwirth viel Spielfreude und großes Können bewiesen.
Lange Tradition
Die Herbstkonzerte der Thurnauer Bläser haben eine lange Tradition - seit den 90er-Jahren sind sie fester Bestandteil des musikalischen Lebens in der Gemeinde. Neben dem Frühjahrs-, Sommer-, Schloss- und Weihnachtskonzert und weiteren Unterhaltungsauftritten gehören sie zum festen Bestandteil des dortigen Veranstaltungskalenders. Und Nachwuchssorgen kennt man hier nicht. So viele Kinder und Jugendliche möchten in der Jugendkapelle mitspielen - deshalb hat Bierwirth seit 2003 zwei Bläserklassen aufgebaut: Von der Querflöte über die Klarinette bis zur Tuba werden alle Blasinstrumente unterrichtet.
Suite für den Tiroler Freiheitskampf
In der ersten Konzerthälfte spielte das jung besetzte Hauptorchester, das aus 42 Musikern/-Innen besteht, unter anderem "Tirol". In der spätromantischen Suite in drei Sätzen von 1809 übernehmen Klarinetten und Flöten einen wichtigen Part. Der österreichische Komponist Sepp Tanzer schuf diese facettenreiche Komposition, die einen ruhigen Choral ebenso wie temporeiche Märsche beinhaltet.
Jugendorchester erweckt Dinos
Nach einer kurzen Umbaupause, trat die Jugendkapelle auf, die das Publikum absolut begeisterte. Schmissig, schnell, laut und mit vielen Dissonanzen erweckten die Jugendlichen in "A prehistoric Suite" von Paul und Teresa Jennings ausgestorbene Dinosaurier zum Leben. Das Publikum ging begeistert mit. Der klanggewaltige Kampf der Dinos erinnerte an "Jurassic Park". Und zum Abschluss spielte das Jugendorchester den Schlagerklassiker "Hey! Baby!" (1959) von Margaret Cobb und Bruce Channell sowie die fröhliche Titelmelodie von Pippi Langstrumpf.
Disney-Klassiker und Bossa Nova
Im Zentrum der zweiten Konzerthälfte standen Soundtrack-Höhepunkte des berühmten Disney-Klassikers "Der König der Löwen". Mal ruhig-melancholisch, mal bombastisch instrumentierte das Hauptorchester die hindernisreiche Suche des Löwenjungen Simba nach seinem Platz im Leben.
Mehr über das Herbst-Konzert erfahren Sie in der Dienstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.
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