"Paragraphen zählen mehr als Kindeswohl"
29.07.2010
Von: Alexander Hartmann ![]()
Schule Die Lage ist verzwickt: Die Eheleute Tasler und Will wohnen im Mainleuser Ortsteil Rothwind und wollen ihre Kinder, da sie die Entwicklungsdefizite haben, in der Mainleuser Ganztagesklasse einschulen lassen. Dagegen hat das Schulamt Lichtenfels aber ein Veto eingelegt.

Der Burgkunstadter Widerspruch
Der Gastschulantrag wurde vom Markt Mainleus genehmigt. "Wir haben bei der Bewertung strenge Maßstäbe angesetzt und sind davon überzeugt, dass das Kind bei uns am besten aufgehoben wäre", sagt der Mainleuser Bürgermeister Dieter Adam. Ob Timo aber in die Mainleuser Schule gehen wird, ist mehr als fraglich, denn: Die Stadt Burgkunstadt hat gegen den Bescheid des Marktes Mainleus Widerspruch eingelegt - und dem wird wohl stattgegeben.Die Eltern sind verzweifelt. "Timo und Marlon würden in der Regelschule in Mainroth untergehen", sagt Timos Vater Stefan Tasler, der darüber klagt, dass Paragraphen über das Kindeswohl gestellt werden.Mehr über den Kulmbach-Lichtenfelser Schulstreit lesen Sie in der Freitagsausgabe der Bayerischen Rundschau.
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