Müssen Langläufer künftig zahlen?

09.02.2012   Ort: Walberngrün/Presseck  Von: Matthias Beetz  Bayerische Rundschau

Kosten Gemeinden und Vereine im Stadtsteinacher Oberland investieren viel Geld, um der Bevölkerung Wintersportmöglichkeiten zu bieten. Bisher tun sie das ohne Entschädigung.


Langlauf am Walberngrüner Gletscher - auch mit Flutlichtanlage bisher kostenlos. Foto: Hartmut Fischer
Für Abfahrer ist es das Normalste auf der Welt: Am Lift kaufen sie sich einen Skipass oder Einzelkarten und bezahlen für den Transport auf den Berg. Langläufer hingegen können ihrem Hobby kostenfrei nachgehen. Zumindest im Frankenwald. Und dass, obwohl der Unterhalt der Loipen und der Flutlichtanlagen viel Geld kostet.

Parkplatzgebühren oder Billetts


In anderen Skiregionen wie dem Bayerischen Wald, dem Thüringer Wald oder der Alpenregion ist es längst an der Tagesordnung, dass auch ein Langläufer für sein sportliches Vergnügen zur Kasse gebeten wird. Entweder werden Kosten für die Loipenpflege dort über Parkplatzgebühren wieder reingeholt. Oder es sind sogar Kassenautomaten postiert, an denen der Sportler ein Billet lösen muss, das ihm im besten Fall nach dem Langlauf noch eine heiße Tasse Tee oder Glühwein beschert.
Mittlerweile wird das Thema Kostenpflicht für Loipennutzung auch in Oberfranken diskutiert. Im Fichtelgebirge sind erste Überlegungen angestellt worden. Entschieden ist aber noch nichts.
In Presseck ist das Thema bereits besprochen worden, wie Bürgermeister Siegfried Beyer erläutert. Allerdings hätten sich dabei verschiedene Hindernisse ergeben, die gegen eine Kostenpflicht sprechen. "Das wäre schwierig zu handhaben. Dann bräuchte man beispielsweise am Parkplatz eine Aufsichtsperson oder auf der Strecke einen Kontrolleur", sagt der Bürgermeister. "Und Automaten sind auch sehr teuer."

Noch keine Erfahrungswerte


Laut Beyer hat man sich deshalb darauf verständigt, auf Freiwilligkeit zu setzen. "Wir haben Spendenbüchsen aufgestellt", betont Beyer und macht kein Geheimnis daraus, dass der Langlaufbetrieb in Presseck den gemeindlichen Haushalt mit 3000 bis 5000 Euro pro Saison belastet.

Mehr dazu lesen Sie in der Freitagsausgabe der Bayerischen Rundschau.


Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wie viele Jahreszeiten gibt es?: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
23.05. 24.05. 25.05. mehr Wetter
Tagsüber sonnig sonnig sonnig
Abend sonnig sonnig sonnig
Nacht sonnig sonnig sonnig

Veranstaltungen inFranken.de

Haben Sie heute schon etwas vor?
Finden Sie aus 2832 Events, Partys und Konzerten Ihre Veranstaltung:
Soziale Netzwerke + Services inFranken.de
E-Paper + Zeitungsarchiv
Die Zeitungsausgaben der letzten zwei Wochen stehen Ihnen mit dem Online-Abo jederzeit, weltweit online zur Verfügung.
Zum E-Paper

Sie suchen einen älteren Zeitungsartikel?
Zum Zeitungsarchiv