Minister ging unter die Schauspieler
14.09.2010
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Jugendfilmprojekt Der Saal im Evangelischen Gemeindehaus von Himmelkron, der sonst für Musik, Andachten und Trauungen genutzt wird, diente als Kulisse für das Jugendfilmprojekt "Legend of Brothers - Der Schatz der Rudolfsteiner". Unter den Schauspielern: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

"Der ist ja voll nett"
Als der Minister ankam, war unter den jungen Leuten Gemurmel zu hören. Sätze wie "Der ist ja voll nett" und "Boah, ist der cool" machten die Runde.Schnell zeigte sich, dass Guttenberg eine perfekte Wahl für diese Rolle war. Textsicher und mit der nötigen Ernsthaftigkeit spielte er seinen Part, die vier Hauptdarsteller waren sich einig, dass der Minister auch als Schauspieler seine "Brötchen" verdienen könnte. Als die Szene im Kasten war, bedankte er sich bei allen für den "besonderen und sehr angenehmen kurzen Ausstieg aus dem politischen Alltag". Er freue sich, in einer winzigen Nebenrolle Teil des Ganzen zu sein, und es zeige vielleicht auch, dass er sich wohl von der Jugend noch nicht so weit wegbewegt habe.Regisseur Michael von Hohenberg wollte wissen, ob es für ihn eine kleine Herausforderung gewesen sei, was der Minister bejahte. Es sei ein anderes Arbeiten nötig als sonst für politische Reden.Dann war alles so schnell vorbei, wie es begonnen hatte, der Verteidigungsminister kehrte in den Alltag zurück. Zurück blieben glückliche Jugendliche, die in der Schule viel zu erzählen haben werden. Der Regisseur zog ein positives Fazit. "Alles perfekt gelaufen". Für Guttenberg hatte er uneingeschränktes Lob übrig. "Dass sich ein so viel beschäftigter Mann noch Zeit für ein Ferienprojekt in seiner Heimat nimmt, zeigt wirkliche Größe.
"Schon ein wenig aufgeregt"
Auf die Frage, wie er als Schauspieler war, antwortete Hohenberg: "Ich hatte schon den Eindruck, dass er zumindest ein klein wenig aufgeregt war, denn nach dem ersten Take wirkte er entspannter."Für Guttenberg selbst war der Unterschied zwischen Politik und Schauspiel klar. "Er sollte größer sein, als gelegentlich angenommen wird. Wenn Politik in Schauspielerei mündet, ist sie nicht mehr authentisch." Nach dieser Feststellung folgte ein lautes "Drehschluss".
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