Starke Kinder sagen Nein

31.01.2012   Ort: Kulmbach  Von: Dagmar Besand  Bayerische Rundschau

Initiative Dieter Breivogel vom Verein Sucht- und Drogenprävention Oberfranken setzt bei seinen Veranstaltungen für Schüler auf Emotionen, Musik und Fakten, die nachdenklich machen. Bei einem Konzert in der Kulmbacher Stadthalle begeisterte das Konzept 400 Schüler und ihre Lehrer.


Wissensquiz statt Frontalunterricht: Dieter Breivogel ist ständig im Gespräch mit den Schülern. Aufmerksame Mitdenker werden mit kleinen Geschenken belohnt. Fotos: Dagmar Besand
Die Kippe im Mundwinkel sieht cool aus und beruhigt die Nerven, und mit Alkohol im Blut wirkt das Leben plötzlich viel einfacher und freundlicher. Neugierde und Gruppendruck verleiten Kinder und Jugendliche zum Einstieg in legale Drogen. Schon Elfjährige landen nach Alkoholexzessen im Krankenhaus.
Belehrungen mit erhobenem Zeigefinger lösen dieses Problem nicht. Das haben die Mitglieder des Vereins Sucht- und Drogenprävention Oberfranken (SDO) erkannt und ein alternatives Konzept entwickelt. Dieter Breivogel, Ideengeber und SDO-Vorsitzender, setzt in der Aufklärung der Schüler auf Emotion und Information und bringt seine Botschaft in Konzertveranstaltungen altersgerecht an die richtige Adresse.
Seit 2005 tourt er mit seinem Programm nicht nur durch Oberfranken, sondern mittlerweile durch ganz Bayern und weitere Bundesländer.

Partystimmung im Saal


Am Dienstag gab es ein Heimspiel in der Kulmbacher Stadthalle. Rockige Musik mit der Band "Red Balloon", dazu harte Fakten und auch das eine oder andere schockierende Foto präsentierten Breivogel und die beiden Musiker Heinz Rauh (Gitarre und Gesang) und Peter Birk (Keyboard und Gesang) 400 Schülern der fünften und sechsten Klassen aus sechs Schulen. Möglich gemacht hat den Auftritt die Sparkasse Kulmbach-Kronach, die seit Jahren als Sponsor dabei ist.
Reinsetzen, zurücklehnen und sich berieseln lassen - das geht in diesem Zwei-Stunden-Programm allerdings nicht. Breivogel will Mitarbeit und Engagement - und die Schüler gehen darauf ein. Scheinbar mühelos gelingt es dem 67-Jährigen, die Kinder zum Mitmachen zu motivieren. Die Infos gibt's häppchenweise in Themenblöcken zwischen den Songs, bei denen die Schüler mitsingen und mitklatschen dürfen. Und zwischendurch steht ein Wissensquiz auf dem Programm, bei dem aufmerksame Mitdenker mit kleinen Geschenken belohnt werden.

Mehr über das Konzept der Drogenprävention für Schüler und die Ergebnisse der bisherige Arbeit lesen Sie am Mittwoch in der Bayerischen Rundschau.



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