Grafengehaig nimmt Fahrt auf

23.11.2011   Ort: Grafengehaig  Von: Matthias Beetz  Bayerische Rundschau

Fremdenverkehr Mit der Eröffnung des Dorfladens hat Grafengehaig bereits eine Vorreiterrolle im Landkreis Kulmbach eingenommen. Jetzt schickt sich die kleine Frankenwaldgemeinde an, auch touristisch neue Akzente zu setzen. "Movelo" heißt das Zauberwort.


Die Gemeinde Grafengehaig verfügt bereits über ein E-Bike. Bürgermeister Werner Burger möchte es an Touristen ausleihen und Mitglied im Movelo-Projekt werden. Foto: Matthias Beetz
Dahinter verbirgt sich ein touristischer Dienstleister, der flächendeckend ein Netz für Elektrofahrräder im deutschsprachigen Raum aufbaut. Welch ein Zufall, dass ausgerechnet Bürgermeister Werner Burger bei der Eon ein solches Rad gewonnen hat.
"Das Fahrrad gehört nicht mir, sondern der Kommune", ergänzt der Bürgermeister und sieht in dem gut 2000 Euro teueren Fortbewegungsmittel auch gleich eine Chance, seine Kommune in touristischer Hinsicht voranzubringen. "Wir müssen da etwas auf die Beine stellen. Wir haben eine wunderschöne Landschaft mit fantastischen Ausblicken, viele historische Gebäude und einen Dorfladen, der sicherlich nicht alltäglich ist", sagt er.

Schwierige Topographie


Dass Grafengehaig und die umliegenden Gemeinden speziell bei den Mountainbikern schon einen guten Namen haben, will Burger nicht in Abrede stellen. Dem normalen Radfahrer hingegen blieben die Schönheiten des Oberlandes auf Grund der topographischen Gegebenheiten meist verborgen. "Die nutzen die Radwege unten im flachen Land und kommen höchstens mal mit dem Radlerbus nach Bad Steben, um es dann bergab in Richtung Kulmbach laufen zu lassen."
Das könnte sich nach den Vorstellungen des Bürgermeisters aber bald ändern. Das bei der Eon gewonnene Elektro-Fahrrad erleichtert dem Nutzer bergige Strecken ungemein, so dass auch der Otto-Normal-Radler im Grafengehaiger Gemeindegebiet unterwegs sein kann. "Das Rad hat eine Reichweite von 60 bis 70 Kilometern und kann bei Berg-ab-Fahrten auch wieder aufgeladen werden", so Werner Burger.

Mehr dazu lesen Sie in der Bayerischen Rundschau vom Donnerstag.


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