Gesundheit aus dem Bienenstock

03.02.2012   Ort: Rugendorf  Von: Sonja Adam  Bayerische Rundschau

Freizeit "Honig gehört für uns zum täglichen Leben. Das ist doch selbstverständlich", lachen die Imker Gerda und Günter Blüchel und sind überzeugt, dass es an ihrem Honigverzehr liegt, dass sie sich so selten eine Erkältung einfangen.


Als echte Bienenfans lassen sich die Blüchels hin und wieder auch gerne mal stechen - aber kontrolliert und nur durch ein Gitter. Denn so gelangt das Bienengift, das nachweislich gegen Rheuma und Schmerzen hilft, in den Körper - und die Biene bleibt am Leben. Fotos: Sonja Adam
"Honig zu essen, ist doch ein altes Hausmittel. Das hilft bei Halsproblemen und Erkältungen. Allerdings sollte man den Honig entweder pur essen oder erst bei Trinktemperatur in den Tee geben, denn sonst werden die wertvollen Enzyme und Inhaltsstoffe die im Honig stecken, zerstört", rät Imker Günter Blüchel aus Rugendorf.
Doch es ist nicht nur der Geschmack des Honigs, warum die Blüchels die Bienen lieben und auch jetzt wieder mahnen, Weiden und Hecken stehen zu lassen, damit sich die Bienen an den ersten Frühlingsblühern stärken können. "Schon mein Vater hat zur Wundbehandlung immer Honig verwendet", erklärt Blüchel und gibt offen zu, dass auch er bei Schürfwunden kein besseres Mittel kennt, damit sich die Wunden schnell wieder verschließen.

Bienenstich als Schmerzmittel


Die Blüchels können sogar dem gefürchteten Bienenstachel noch etwas Positives abgewinnen. Manchmal lassen sie sich sogar absichtlich stechen. "Imker haben kein Rheuma. Bienengift ist ein altes Hausmittel bei Rheuma und Schmerzen." Gerda Blüchel erzählt, dass sie sich bei Knieschmerzen immer wieder ins Knie stechen lässt und dass ihr diese persönliche Bienenkur hilft. Dazu fängt sie eine ihrer sanftmütigen Bienen, setzt sie auf eine feines Gitter, das sie auf die gewünschte Stelle gelegt hat. Und die Biene sticht dann, wenn sie bedrängt wird, durch das Gitter. "Die Widerhaken können nicht durch das Gitter durch, so bleibt das Hinterteil der Biene nicht in unserer Haut hängen", erklärt Blüchel.

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