Biogas als sicheres Standbein

02.02.2012   Ort: See  Von: Werner Reißaus  Bayerische Rundschau

Regenerative Energien Schon 2004, als die Nutzung regenerativer Energien noch nicht das beherrschende Thema war, hat Friedrich Beierlein eine Biogasanlage gebaut. Auf seinem Aussiedlerhof zwischen See und Untersteinach hat er sich damit ein sicheres Standbein geschaffen.


Mit einer Maissilage von täglich knapp sechs Tonnen wird die Biogasanlage von Agrar-Ingenieur Friedrich Beierlein auf dem Aussiedlerhof zwischen See und Untersteinach betrieben. Die Silage ist ein Substrat zur Biogaserzeugung. Beierlein speist jährlich rund 900 000 Kilowatt Strom ins Netz der Eon ein. Foto: Werner Reißaus
Beierlein, der in Triesdorf das Studium zum Agrar-Ingenieur absolviert und den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters übernommen hat, wollte vor mehr als acht Jahren etwas anderes machen und Neues wagen: "Zunächst war daran gedacht, den landwirtschaftlichen Bereich ein wenig zu vergrößern, damit sich auch die Einnahmen erhöhen. Ich hatte zunächst den Gedanken, auf der Mutterkuh-Schiene was zu unternehmen, aber da hat mir das Landwirtschaftsamt direkt abgeraten.

Ein weiterer Besuch im Amt brachte den 44-Jährigen aber dann ganz zufällig auf das neue Geschäftsfeld: "Ich traf dort Reiner Schuberth aus Gumpersdorf, der beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Energieberater tätig ist. Wir kannten uns schon von früher, und er schlug mir vor, über den Bau einer Biogasanlage nachzudenken, zumal sich auch das Energieeinspeisungsgesetz geändert hatte. Er sagte mir, dass es damit interessanter wird, und so kamen wir eigentlich dazu."

Beierlein hat sich dann relativ schnell entschieden, weil es zur damaligen Zeit, als die Energiewende noch kein Thema war, eine erhöhte Förderung durch den Freistaat gab.

Sein Studium zum Agrar-Ingenieur war zwar für diese Entscheidung, die eine Investition von immerhin einer halben Million Euro erforderlich machte, nicht ausschlaggebend, doch beim Betrieb der Biogasanlage ist ihm der Einsatz der Computertechnik von großer Hilfe. Beierlein: "Man muss schon von der Steuerungstechnik und den ganzen elektronischen Sachen gewisse Vorkenntnisse haben, und man darf auch kein Feind der Technik sein."

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