Medienpreis für Dietmar Gaiser
19.01.2012
Ort: Thurnau Von: Christian Holhut ![]()
Auszeichnung Beim siebten Kulmbacher Medientag wurde Dietmar Gaiser am Donnerstag mit dem Wirth-Preis der Akademie für Neue Medien ausgezeichnet. Seminarleiter Thomas Nagel bezeichnete den 68-Jährigen als "Glücksfall für die Akademie".
Der Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums, Wolfgang Gerke, war Hauptredner beim Medientag, der gemeinsam mit dem Neujahrsempfang der oberfränkischen Arbeitgeber stattgefunden hat. Seine Zuhörer nahm er mit ins Jahr 1361, als Burggraf Friedrich V. von Kaiser Karl IV. das Recht erhielt, in Kulmbach Goldmünzen prägen zu dürfen. "Das war quasi die Europäische Zentralbank für die Region", sagte er. Um dann darauf hinzuweisen, dass das Gold damals allerdings erst einmal verdient werden musste - während die Notenbanken schon seit Jahren für die Politik missbraucht würden: "Die Vereinigten Staaten haben bereits den Vietnamkrieg mit der Druckerpresse finanziert." Dabei sollten gerade diese Einrichtungen eine stabile Währung garantieren.
Unter dem Schutzmantel, als Wirtschaftswissenschaftler das auch zu dürfen, gab er den Gästen aus Wirtschaft, Medien und Politik seine Einschätzungen preis. Demnach sind die Zinsen so niedrig, dass Staaten lange mit billigem Geld arbeiten können. Und: "In fünf Jahren beträgt die Inflationsrate in Deutschland drei bis vier Prozent, in den USA fünf Prozent."
Hanns-Peter Ohl, Vorsitzender Oberfranken-Ost für die Metallarbeitgeber, sprach das Bekenntnis der Maschinenbauer zum Euro und zu Europa als Wirtschaftsraum aus. "Dank der Größe des Währungsraums ist der Euro gegenüber Drittwährungen weniger schwankungsanfällig als es die D-Mark wäre", so Ohl. An Reformen forderte er eine verbindliche einheitliche Finanzpolitik der EU-Mitgliedsstaaten, einen dauerhaften Stabilitätsmechanismus für die Eurozone sowie eine wachstumorientierte Wirtschaftspolitik. Außerdem forderte er einen strikten Sparkurs der Bundesregierung: "Der Staat nimmt nicht zu wenig ein, sondern er gibt zu viel aus."
Mehr dazu lesen Sie in der Bayerischen Rundschau vom Freitag.
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