Prächtiges Gnadenbild ziert die Pfarrkirche
06.09.2010
Von: Susanne Deuerling ![]()
Patronatsfest Die Pfarrei St. Marien Steinwiesen feierte in der Pfarrkirche "Maria Geburt" ihr Patronatsfest. Die Musikkapelle des Musikvereins Steinwiesen geleitete die Kirchenparade zum Gotteshaus.
Ein Schneewunder
Das Gotteshaus "Maria Geburt" wird auch "St. Marien im Schnee", das "Santa Maria Maggiore" des Frankenwaldes, genannt. Dieser Name erklärt sich einer alten Sage nach durch ein Schneewunder wie bei St. Maria Maggiore in Rom. Man war sich beim Bau der Kirche über deren Standplatz nicht einig, als das Wunder geschah: In der Sommerzeit lag an der Stelle, wo jetzt die Kirche steht, blütenweißer Schnee. Die Schneedecke grenzte genau die Größe der zu erbauenden Kirche ab. Die Menschen sahen in diesem Wunder einen Wink des Himmels, bauten an dieser Stelle die Kirche und gaben ihr den Namen "Maria im Schnee". Seit Jahrhunderten pilgern immer wieder Wallfahrer nach Steinwiesen und verehren ein Gnadenbild, das zum Dank an die wunderbare Standort-Festsetzung gestiftet wurde und bei dem sich viele Wunder ereignet haben sollen. Die Maria des Gnadenbildes neigt ihr Haupt liebevoll nach links dem Kind zu, das sie auf ihrem linken Arm trägt. In der rechten Hand hält sie eine leere Schale, in welche die Pilger früher ihre Gabe gelegt haben. Auch in der heutigen Zeit hält Maria diese Schale auf, damit die Gläubigen aus nah und fern im Gedanken ihre Bitten und Anliegen hineinlegen können, sozusagen als Botschaft an Jesus Christus, ihren Sohn.
Pilgergruppen verweilen
Schon lange am vordersten linken Pfeiler des Mittelschiffes befindet sich das Gnadenbild, seit Dezember 2008 auch wieder im Mittelpunkt des Gotteshauses auf dem Hochaltar. Umrahmt von einem goldenen Vorhang strahlt die Madonna wie seit Jahrhunderten auf die Gläubigen nieder und veranlasst immer wieder Pilgergruppen zum Verweilen vor dem Altar.In den Fürbitten wurde besonders im Hinblick auf das Geburtsfest der Heiligen Mutter Maria für diejenigen gebetet, die sich um neugeborene Kinder sorgen, sich um in Not geratene Mütter kümmern, auch die, welche Kinder ablehnen, und für alle Kranken sowie Behinderten. Dankbare Freude war spürbar, als das "Großer Gott" durch das Kirchenschiff schallte und zum Abschluss Maria noch mit einem Marienlied gedankt wurde. Die musikalische Umrahmung gestaltete der Musikverein Steinwiesen.
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