Prächtiges Gnadenbild ziert die Pfarrkirche

06.09.2010   Von: Susanne Deuerling  inFranken.de

Patronatsfest Die Pfarrei St. Marien Steinwiesen feierte in der Pfarrkirche "Maria Geburt" ihr Patronatsfest. Die Musikkapelle des Musikvereins Steinwiesen geleitete die Kirchenparade zum Gotteshaus.


Das Gnadenbild der Pfarrkirche "Maria Geburt" steht im Mittelpunkt des Hauptaltares.
Unter dem Trommelwirbel von Philipp Müller und Lukas Hollendonner sowie unter dem Kommando des Vorsitzenden der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK), Manfred Hahn, wurde die Frankenfahne feierlich im Pfarrgarten gehisst.

"Jede Kirche hat einen Patron, und dieser bürgt mit seinem Namen für diesen heiligen Ort", begann Pfarrer Richard F. Reis die Festpredigt. Die Patronin dieser Kirche sei Maria, die Muttergottes. Von Geburt an sei Maria von der Erbschuld befreit und habe den besonderen Auftrag, den Immanuel, den Gott mit uns, auf diese Erde zu bringen. Fest, ehrlich und herzlich habe sie ja zu diesem Auftrag gesagt; sie habe Gott sozusagen den Weg frei gemacht.


Ein Schneewunder


Das Gotteshaus "Maria Geburt" wird auch "St. Marien im Schnee", das "Santa Maria Maggiore" des Frankenwaldes, genannt. Dieser Name erklärt sich einer alten Sage nach durch ein Schneewunder wie bei St. Maria Maggiore in Rom. Man war sich beim Bau der Kirche über deren Standplatz nicht einig, als das Wunder geschah: In der Sommerzeit lag an der Stelle, wo jetzt die Kirche steht, blütenweißer Schnee. Die Schneedecke grenzte genau die Größe der zu erbauenden Kirche ab. Die Menschen sahen in diesem Wunder einen Wink des Himmels, bauten an dieser Stelle die Kirche und gaben ihr den Namen "Maria im Schnee".

Seit Jahrhunderten pilgern immer wieder Wallfahrer nach Steinwiesen und verehren ein Gnadenbild, das zum Dank an die wunderbare Standort-Festsetzung gestiftet wurde und bei dem sich viele Wunder ereignet haben sollen.

Die Maria des Gnadenbildes neigt ihr Haupt liebevoll nach links dem Kind zu, das sie auf ihrem linken Arm trägt. In der rechten Hand hält sie eine leere Schale, in welche die Pilger früher ihre Gabe gelegt haben. Auch in der heutigen Zeit hält Maria diese Schale auf, damit die Gläubigen aus nah und fern im Gedanken ihre Bitten und Anliegen hineinlegen können, sozusagen als Botschaft an Jesus Christus, ihren Sohn.


Pilgergruppen verweilen


Schon lange am vordersten linken Pfeiler des Mittelschiffes befindet sich das Gnadenbild, seit Dezember 2008 auch wieder im Mittelpunkt des Gotteshauses auf dem Hochaltar. Umrahmt von einem goldenen Vorhang strahlt die Madonna wie seit Jahrhunderten auf die Gläubigen nieder und veranlasst immer wieder Pilgergruppen zum Verweilen vor dem Altar.

In den Fürbitten wurde besonders im Hinblick auf das Geburtsfest der Heiligen Mutter Maria für diejenigen gebetet, die sich um neugeborene Kinder sorgen, sich um in Not geratene Mütter kümmern, auch die, welche Kinder ablehnen, und für alle Kranken sowie Behinderten. Dankbare Freude war spürbar, als das "Großer Gott" durch das Kirchenschiff schallte und zum Abschluss Maria noch mit einem Marienlied gedankt wurde. Die musikalische Umrahmung gestaltete der Musikverein Steinwiesen.




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