Marktrodacher Schule rüstet elektronisch auf
14.07.2011
Ort: Marktrodach Von: Susanne Deuerling ![]()
Initiative Schulleiterin Annegret Hümmrich hat Geld bei Sponsoren gesammelt, damit die Grundschüler mit einem interaktiven Whiteboard arbeiten können. Das Gerät wurde nun offiziell übergeben.

"Es beginnt für die Kinder und auch die Lehrer ein neues Zeitalter, vor dem wir uns nicht verschließen dürfen", begründete sie die Anschaffung des interaktiven Whiteboards im Wert von ca. 4500 Euro. Trotz guter Ausstattung des Schulhauses einschließlich des Computerraums wollte Hümmrich, dass ihre Schule für die Zukunft gerüstet ist. Bereits im Herbst 2010 reifte deshalb ihr Plan, diese Anschaffung mit Hilfe von Sponsoren zu bewältigen.
Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) unterstützte das Vorhaben nach Kräften und so stand bald fest, dass die Spende der Fa. Langendorf, stellvertretend gegeben von Matthias Littig, über 1000 Euro den Grundstein legte. Die Fa. Langendorf unterstützt jedes Jahr finanziell gemeinnützige Projekte und war sofort bereit, mitzuwirken. Die beiden einheimischen Geldinstitute, Raiffeisenbank und Sparkasse, legten ebenfalls je 500 Euro dazu. Die Musikvereine der Gemeinde Marktrodach stellten die Spenden anlässlich ihres Adventskonzerts 2010 zur Verfügung, ebenfalls fast 1000 Euro. Matthias Röder von der Bezirksdirektion der Bausparkasse Schwäbisch Hall legte auch noch etliche Euro dazu und der "Schulnachbar", Steuerberater Reinhard Ultsch, steuerte ebenfalls einen nicht geringen Betrag bei. Aber Annegret Hümmrich war selbst nicht untätig und verkaufte Nähmaschinen, die in der Grundschule nicht gebraucht werden, an die Grund- und Mittelschule Steinwiesen und finanzierte so einen Teil des neuen Whiteboards.
Mit Unterstützung des Computerexperten Andre Kestel ist diese elektronische Tafel seit Pfingsten in Gebrauch und kann von jeder Klasse benutzt werden. "In der Zukunft wird sie sicher die Kreidetafel ablösen, aber ganz ersetzen kann sie sie nicht, besonders in der 1. und 2. Klasse beim Schreibenlernen", erklärt Hümmrich. Der Vorteil ist allerdings, dass Tafelbilder abgespeichert werden können und bei Bedarf wieder "zum Vorschein kommen". "Bei den normalen Tafeln sind sie weg", sagt die Schulleiterin lachend. Dass die Kinder von der neuen Errungenschaft begeistert sind, zeigt sich daran, dass sie sehr schnell begreifen, welche Möglichkeiten sie nun haben. "Die Finger bleiben sauber", "Die Tafel wird nie voll", "Man kann mit den Fingern schreiben" sind nur einige begeisterte Ausrufe in der zweiten Klasse.
Schulamtsdirektor Uwe Dörfer betonte, dass die Schüler sich schnell an das Arbeiten mit diesem Whiteboard gewöhnt haben. "Da müssen sich die Lehrer anstrengen, um Schritt halten zu können", sagt Dörfer lachend. Er betonte, dass diese Art der Tafel vermehrt Einzug in die Schulen halten werde. Als Beispiel nannte er die Lucas-Cranach Schule in Kronach, die nach der Sanierung komplett mit Whiteboards ausgestattet wurde.
"Annegret Hümmrich ist unsere Zündkerze für neue Ideen", sagte Bürgermeister Norbert Gräbner und war begeistert von der Eigeninitiative der Schulleiterin. "Ich bräuchte die Kinder, damit sie mir erklären, was man alles damit machen kann", gab Gräbner zu.
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Kommentare
Nettes Gimmick,
das aber an der Qualität des Unterrichts nur sehr punktuell etwas ändert.
Feine Sache
Die neue Grundschule in Forchheim/Reuth ist auch komplett mit solchen WhiteBoards ausgestattet.
Normale Tafeln gibt es eigentlich nicht mehr, die kleinen Teile sind rückseitig als Pinnwand gedacht, vorne drauf kann man noch mit Kreide schreiben (für länger anstehende Mitteilungen etc.).
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