Ein Konzert mit dem Signum des Besonderen
08.06.2010
Von: Heike Schülein ![]()
Musik Das alljährliche Kiwanis-Sonderkonzert fand am Montag in der Christuskirche statt. Eingeladen hatte der Kiwanis Club Kronach-Frankenwald. Der Konzertabend stand ganz im Zeichen der Komponisten Robert Schumann, Alessandro Scarlatti und Friedrich Silcher.

Orgelklänge zum Auftakt
Den Auftakt des Konzertes bildeten Orgelklänge aus der Feder Alessandro Scarlattis. Der Komponist des Barock schrieb vor allem Opern und weltliche Kantaten für eine oder zwei Singstimmen. Friedrich Silcher war Dichter, Komponist, Musikpädagoge und Konzertdirigent. Der Pfleger des Volksliedes und des volkstümlichen Chorgesanges ist heute hauptsächlich auf Grund seiner Lieder bekannt. Daneben komponierte er aber auch Motetten, Kammermusik und zwei Ouverturen für großes Orchester. Mit viel Gefühl brachte Bariton Walter Klose dessen Volkslieder "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", "Nun leb' wohl, du kleine Gasse" sowie "Ach du klarblauer Himmel" dar.
Aus Schumanns Werken
Der Dekanatskantor erklärte, viele Zeitgenossen hätten sich gegenüber den Stücken des Romantik-Komponisten und Pianisten Robert Schumann zurückhaltend verhalten. Die Zuhörer hätten Musik bevorzugt, die ihrem zeitgenössischen Geschmack entsprochen habe. Aus der Retrospektive nicht nachvollziehbar: Schumann habe nicht dazugehört. Anrührend ließ Walter Klose unter anderem verschiedene Lieder aus Schumanns Zyklus "Dichterliebe", wie "Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht", "Wenn ich in deine Augen seh" sowie "Allnächtlich im Traume seh' ich dich" erklingen.
Engelsgedichte und Senryu
Einen Einblick in sein vielfältiges künstlerischen Schaffen gewährte Ingo Cesaro. Der Schriftsteller trug aus seinen Engelsgedichten, die unter dem Eindruck des Gaus von Tschernobyl entstanden waren, "Die Stimmen", "In einem Augenblick" sowie "Die letzte Strophe" vor. Den Abschluss des Konzertabends bildeten einige seiner Senryu (moderne Form des japanischen, dreiversigen Kurzgedichts) über den Jakobsweg. Unterstrichen wurden die tiefgründigen Gedanken von den Orgel-Improvisationen des Dekanatskantors.
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