Kronacher Ratsherren schlossen ersten Frieden
28.06.2010
Von: Norbert Neugebauer ![]()
Ratsherrenzug Ein eindrucksvolles Erlebnis für die Beteiligten und ein in jeder Hinsicht großer Erfolg war der Ratsherrenzug, der am Wochenende von Kronach nach Nordhalben führte und mit dem "Frieden von Nordhalben 1635" seinen Höhepunkt vor stattlicher Kulisse fand.

Leao gut aufgenommen, die jedoch auch das Bierprivileg missachtete, wie umgehend festgestellt wurde. Der zur Verstärkung angereiste Oberbürgermeister der Stadt Kronach, Wolfgang Beiergrößlein, konnte jedoch auf fremdem Territorium wenig ausmachen und empfahl deshalb die gütliche Vergleichsverkostung mit dem "Schmäuß" aus dem Trossgepäck. Dem kam dann auch die Nordhalbener Delegation gerne nach.Weil der Weg nach Nordhalben mit müden Füßen doch sehr beschwerlich war, nahm ein Teil der Reisenden am Sonntagmorgen den historischen Museumszug bis Mauthaus - der Berg aber blieb. An der Talsperre entlang und dann den Hellgothsgrund hinauf schwitzen Mensch und Pferd in der Mittagshitze gewaltig, kamen aber noch frühzeitig in Nordhalben an. Angeführt vom Trommlerzug Wallenfels und einer Nordhalbener Delegation unter den Organisatoren Rudolf Ruf und Bernd Radlo traf der Tross in der Ortsmitte ein. Vogt und Amtsverweser Josef Daum begrüßte die honorigen Gäste, zu denen eine Abordnung Reußischer Gesandter unter dem dortigen Amtsschösser (und ebenfalls Bürgermeister) Peter Oppel stieß. Mit der Klage einer kriegsmüden Frau (Ingrid Gehring) und der frohen Kunde eines Botschafters (Norbert Neugebauer) begann die Verhandlungsrunde vor dem Gasthaus "Zum Christoph" mit ihren jeweiligen Wortführern. Die beiden zunächst streitenden Parteien wurden von ihren Reußischen (dargestellt von Nordhalbenern) und Kronacher Begleitern lautstark unterstützt, während der Nordhalbener Gastgeber als ausgleichender Pol die Ruhe bewahrte. Groß war die Freude, als der Schreiber (Bernd Radlo) schließlich den Friedens-Recess verkündete. Durch das Spiel führte als moderierender Erzähler Rudolf Ruf, der auch die Hauptorganisation in Nordhalben übernommen hatte. Die stattliche Zuschauerzahl applaudierte kräftig und ließ sich dann von den feuerspeienden Gauklern von Castra Vita auf das Feuerwerk der deutschen Nationalmannschaft im angrenzenden Wirtshof einstimmen.
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