Guter Service am Stilltelefon
02.09.2010
Von: Corinna Igler ![]()
Service-Oskar Claudia Feick hat die Kinderkrankenschwetser Christine Bauer und ihr Team für die Auszeichnung des Regionalmarketingevereins Kronach Creativ vorgeschlagen.
Milchpumpe organisiert
An einem Sonntag wählt Claudia Feick erneut die Nummer der Stillhotline, ihre Hebamme kann sie nicht erreichen. "Sie meinte, sie habe eine feste Stelle an der Brust. Das ist ein Zeichen für einen Milchstau", erinnert sich Christine Bauer an die Situation. Also hat sie Claudia Feick in die Klinik bestellt. Dort hat sie ihr eine Quarkauflage gemacht und eine Milchpumpe organisiert. "Der Sohn einer Hebamme hat die Milchpumpe in die Klinik gebracht, so dass die Patientin nicht erst irgendwo eine Milchpumpe abholen und dann heim fahren musste, sondern gleich mit der Milchpumpe nach Hause konnte", erzählt die Kinderkrankenschwester.Über zehn Jahre gibt es das Stilltelefon schon, rund um die Uhr kann man dort eine Hebamme oder eine Kinderkrankenschwester erreichen. "Am häufigsten klingelt es nachts oder am Wochenende", weiß Christine Bauer. Doch nicht nur das Stilltelefon hält Claudia Feick für eine gute Idee der Kinderkrankenschwestern: "Christine Bauer und ihr Team sind so engagiert. Was sie tun, geht oft über die notwendigen Arbeiten hinaus - und das auch noch nach der Entlassung wie man am Beispiel des Stilltelefons sieht." Doch für ein babyfreundliches Krankenhaus, wie die Frankenwaldklinik seit kurzem eines ist - von der Weltgesundheitsorganisation und Unicef erhielt sie dieses Prädikat - ist dies, so Christine Bauer, selbstverständlich: "Babyfreundliche Krankenhäuser bleiben Ansprechpartner. Bei der Entlassung erhalten die Mütter Informationen darüber, wo sie Unterstützung für das Stillen finden. Die meisten babyfreundlichen Krankenhäuser haben eigene Angebote. Dazu gehören 24-Stunden-Stillhotlines, ambulante Stillberatungen oder Stillcafés." An der Frankenwaldklinik gibt es all das. So erhält jede frischgebackene Mami eine Stillberatung durch Still- und Laktationsberaterin Karin Prechtl oder das babyfreundlich geschulte Personal. Zudem gibt es einmal im Monat einen so genannten Müttertreff mit professioneller Beratung in kleinen Vorträgen. Dabei können sich die Mütter auch austauschen. Zweimal jährlich werden Vorträge rund um die Ernährung angeboten. Weitere Leistungen, die über die notwendigen Arbeiten hinausgehen, wie Claudia Feick meint, und weshalb die Klinik als babyfreundlich ausgezeichnet wurde, sind zum Beispiel individuelle Kreissaalführungen, eine Babymassage pro Kind während des Aufenthaltes nach der Geburt sowie Babymasagekurse mit professioneller Beratung. Zudem dürfen auch Papis mit ihrer kleinen Familie in der Klinik übernachten. Eine Nacht ist umsonst, jede weitere kostet zehn Euro. Und bei dem jährlichen Tag der offenen Tür bestehen an 18 Ständen Beratungsmöglichkeiten.In naher Zukunft wollen Christine Bauer und ihre Kolleginnen von der geburtshilfliche Abteilung ihren Patienten noch mehr Service bieten: "Schon bald soll es ein Frühstücks- und Abendbüfett für Wöchnerinnen und Schwangere geben", sagt die Stationsleiterin. Warum die Schwestern sich so weit über ihren eigentlichen Job hinaus engagieren? "Weil wir doch auch davon profitieren. Jeder Anruf über das Stilltelefon zum Beispiel macht uns ja auch um Erfahrungen reicher", sagt Christine Bauer mit einem Lächeln.
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