Ex-Prinzenpaar übernimmt die Conférence

09.02.2012   Ort: Steinberg  Von: Heike Schülein  Fränkischer Tag

Fasching Nicht jeder beherrscht die Kunst, ein erwartungsvolles Publikum durch einen stundenlangen Abend zu führen. Bei den Steinberger Büttenabenden werden sich heuer erstmals Carina und Alexander Jakob dieser Herausforderung stellen.


Carina und Alexander Jakob stylen sich für ihren großen Auftritt als Conférenciers. Im Hintergrund ist das Plakat des letztjährigen Faschings zu sehen, auf dem sie als Prinzenpaar abgebildet sind. Foto: Heike Schülein
Bereits vergangenes Jahr hatten sie eine ehrenvolle Aufgabe bei der Staaberche Fousanocht inne, als sie als Prinzenpaar Alex I. und Carina I. auftraten. Mit Alexander und Carina Jakob wird heuer erstmals ein Ehepaar in die Rolle der Conférenciers schlüpfen, nachdem diese Funktion in den vergangenen Jahren Marcus Reißig und Michael Schülein inne hatten. Mit Premieren kennen sich die Jakobs aus, denn die Staaberche Fousanochtsregenten der vergangenen Faschingssaison waren das erste Paar, das auch privat den Bund fürs Leben geschlossen hat. "Nachdem Marcus und Michael für die diesjährigen Büttenabende abgesagt hatten, fragte uns der Steinberger Faschingsbeauftragte Herbert Agel, ob wir uns das vorstellen könnten. Das war erst im Dezember. Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt da nicht", erzählt Carina. Dennoch haben sie und ihr Ehemann spontan ja gesagt.
"Uns liegt unser Heimatort am Herzen", ergänzt Alexander, der sich wie seine Ehefrau sehr in das Dorf- und Vereinsleben mit einbringt. So ist er Vorsitzender der Staaberche Schrubbe und des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins, Ausschussmitglied bei den Bayern-Fans Steinberg sowie stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU. Carina ist Leiterin der Tischtennis-Abteilung, der größten im gesamten Landkreis. Dabei sind beide vollzeit berufstätig und müssen jeden Tag bereits um 6 Uhr morgens aus dem Haus. Alexander fährt jeden Tag eineinhalb Stunden zu seiner Arbeitsstelle nach Nürnberg, während Carina rund eine dreiviertel Stunde nach Hof fährt, wo sie als Lehrerin arbeitet. Um ihre Auftritte vorzubereiten, bleiben ihnen daher nur die Abendstunden und freie Tage.
Obwohl sich das Ehepaar sehr auf die Büttenabende freut, verspüren beide auch eine angespannte Neugierde. Sie meinen: "Wir hoffen, dass uns das Publikum wohlgesonnen ist und kleine Pannen nachsieht. Vor allem aber wünschen wir uns, dass nicht unsere Vorgänger so sehr in den Hinterköpfen sind, sondern dass man unsere eigene Art anerkennt."



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