Eifersüchteleien auch nach dem Tod

08.02.2012   Ort: Glosberg  Von: Karl-Heinz Hofmann  Fränkischer Tag

Theater Im Wallfahrtsort Glosberg beginnt nach der Faschingszeit die Theatersaison. Der Theaterverein Glosberg präsentiert den ländlichen Schwank in drei Akten "Der ewige Spitzbu". Seit Wochen laufen die Proben unter Regie von Toni Kestel auf Hochtouren.


Regisseur Toni Kestel
Dieser ländliche Schwank in drei Akten hat es in sich. Der ewige Spitzbu sorgt sogar noch nach seinem Tod für Spitzfindigkeiten und Spitzbübereien und hinterlässt seiner Nachwelt ein Testament zum Staunen und Entsetzen. Ohne jede Vorahnung bespitzeln sich die Nachkommen bis zur Testamentseröffnung gegenseitig und die Verwirrungen und Eifersüchteleien sind bald nicht mehr auszuhalten. Die Zeit bis zur Testamentseröffnung wird für alle Beteiligten zur Geduldsprobe. Schließlich erfahren sie bei Testamentseröffnung, dass sich der ewige Spitzbu auch für sein Erbe eine letzte Lumperei ausgedacht hat.
Regisseur Toni Kestel freut sich sehr, wieder eine Laienschauspielgruppe für einen Schwank begeistert zu haben und seine Schauspieler stehen voll hinter ihren Rollen. Da ist zum Beispiel Karin Spindler, die früher schon eine gute Laienschauspielerin war und nun nach einer Pause seit 1995 jetzt ihr Comeback auf der Bühne feiert. Ihr Ehemann und Schulrat Clemens Spindler ließ sich schon vor drei Jahren überzeugen und steht mittlerweile schon zum dritten Mal in einem Theaterstück auf der Bühne. Das Geschwisterpaar Johannes und Anne Loika ist ein Nachwuchsgewächs aus dem 1995 entstandenen Theatercafé. Damals spielten beide schon als Schüler tragende Rollen in dem heute noch fortgeführten und bewährten Theatercafe als Sprungbrett für den Theaternachwuchs. Obwohl beide beruflich nicht im Landkreis tätig sind - Anne ist Zahnärztin und Johannes studiert Maschinenbau und macht Praktikum bei Audi in Ingolstadt - sind beide zuverlässig bei den Proben zur Stelle, lobt Toni Kestel den guten Geist in seinem Theaterteam. Mit Veronika Kopp und Silvia Hauck spielen zwei erfahrene, treue Schauspielerinnen in diesem Stück mit. "Ein Novum wird sein, dass wir zum ersten Mal mit Kopfmikrofonen spielen werden. Wenn alles funktioniert, wird dies die Akustik wesentlich verbessern. Das spürte man schon in den Proben", sagt der 58-jährige Spielleiter Toni Kestel, der selbst schon seit Jahrzehnten auf der Bühne stand und seit 1995 stets Regie führt.
Und er freut sich sehr, dass nun in diesem Jahr schon das 60-jährige Bestehen des Theatervereins gefeiert werden kann. "Mein Vater war damals Gründungsmitglied", erklärt Kestel. Auch aus diesem Grund werden seine Schauspieler in Höchstform ihr Stück präsentieren und dem Publikum ein ums andere Mal Lachsalven entlocken.



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