240 Schüler kommen in Container
02.09.2010
Von: Corinna Igler ![]()
Schule Wegen Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum werden acht Klassen des Frankenwald-Gymnasiums nach den Ferien in Container ausgelagert. Walther Lazarus und Harald Hopf arbeiten derzeit daran, dass die Container zu richtigen Klassenräumen werden.

Nähe erhalten
"Das wäre von der Organisation her schwierig geworden, wenn zum Beispiel Lehrkräfte ausfallen und eine Vertretung dann erst dort hätte hin und dann wieder zurück fahren müssen. Wir haben uns das angeschaut und mit dem Elternbeirat besprochen. Aber die Container-Lösung ist die bessere", sagt Studiendirektor Christoph Först. Der Landrat habe diese Lösung ebenfalls befürwortet.Welche Klassen genau ausgelagert werden, ist noch nicht endgültig klar. Die Raumplanung erfolgt erst nach der Stundenplanerstellung, so Först. Doch voraussichtlich sollen Klassen der Mittelstufe - siebte bis zehnte Klasse - in den Containern untergebracht werden. Die "Neulinge" der Klassen fünf und sechs könne man nicht auslagern, schließlich müssen die sich zunächst im Schulgebäude an sich zurecht finden. "Die Räume in den Containern sind so groß, dass pro Klassenraum 30 Schüler Platz haben. Bei acht Klassenräumen sind das gut 240 Schüler. Das ist etwa ein Viertel aller Schüler bei uns an der Schule", erklärt Först. In den Pausen können sich die "ausgelagerten" Schüler vor den Containern auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz aufhalten, dort wird es eine eigene Pausenaufsicht geben. Wichtig ist Först nun nur noch, dass die Schüler so wenig wie möglich zwischen Container und Schulhaus hin und her wechseln müssen. Daher wird es sich am Stundenplan orientieren, welche Klassen der Mittelstufe genau in den Containern untergebracht werden.Hauptgrund für die Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum ist übrigens das undichte Dach, das schon seit Jahren immer wieder Probleme bereitet. Für insgesamt 11 Millionen Euro werden nun der Fachklassentrakt der drei Schulen und der Verwaltungsbereich des Frankenwald-Gymnasiums generalsaniert.
200 000 Euro für Container
Die Kosten für die Container schlagen allein mit etwa 200 000 Euro zu Buche, schätzt Kämmerer Daum. Immerhin sei es mit dem Aufstellen der Container allein nicht getan, Wasser- und Stromleitungen müssten unter anderem verlegt werden.Vier der Container sind für drei Jahre, weitere vier nur für ein Schuljahr gemietet. "Durch den Wegfall des G9 nach dem kommenden Schuljahr werden nicht mehr so viele Räume benötigt. Und nach drei Jahren sind dann die Bauarbeiten hoffentlich abgeschlossen", so Daum. Dann können auch die Schüler in den verbleibenden vier Containern wieder zurück in Klassenzimmer im eigentlichen Schulgebäude.
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